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| Ankunft
(Freitag, 1. Sept. 2000)
Der Abflug mit Continental Airlines nach New York war für 11 Uhr vorgesehen, und eine halbe Stunde später waren wir in der Luft. Unterwegs gab's nicht viel zu sehen, denn der Himmel war bedeckt. Der Service war gut und während des 7,5-Stunden-Fluges wurden 4 Filme gezeigt! Um 13 Uhr kamen wir in Newark an. Da ich im Landeanflug auf der linken Seite saß, konnte ich New York mit Manhattan erkennen: das Empire State Building, das World Trade Center und die Freiheitsstatue! Durch die Immigration und den Zoll war ich schnell durch, dann ging's zum Terminal C zu den Domestic Flights. Schließlich rief ich den Shuttle Service zur Naill Ranch in Denver an, doch sie schienen nichts von meiner Reservierung zu wissen! Außerdem konnte ich aufgrund der Hintergrundgeräusche auf dem Flughafen kaum etwas verstehen. Danach galt es 5 Stunden Wartezeit auf den Anschlußflug nach Denver um 17.55 Uhr zu überbrücken. Dann saßen wir noch mal 1,5 Stunden im Flieger fest, bevor es endlich los ging. Zunächst gab es Probleme mit den Motoren, die nicht richtig aufheizten und dann mussten wir uns noch auf dem Rollfeld in die Schlange einreihen, bis wir dran waren. Der Flug selbst war allerdings kürzer als angegeben: 3 Stunden 48 Minuten, so dass wir mit der Verspätung um 21.20 Uhr statt um 20.55 Uhr ankamen. Diesmal gab es keinen Film, aber ich war sowieso schon zu müde. Nach der Ankunft musste ich den Shuttle Bus zum Comfort Inn Airport in Aurora finden, wo ich um 22.45 Uhr eincheckte. Das war 7.45 Uhr morgens nach deutscher Zeit! Da ich um 8 Uhr am Tag zuvor aufgestanden war, belief sich das auf einen vollen 24-Stunden-Tag! Immerhin lag im Hotel eine Nachricht der Ranch vor und auch mein Gepäck war vollständig angekommen, nicht wie in San Francisco zwei Jahre zuvor!
Naill
Ranch, Colorado (Samstag, 2.Sept. - Freitag, 8. Sept. 2000)
Frühstück gab es in der Regel um 8 Uhr, und an den meisten Tagen ritten
wir etwa 5 Stunden. Bis auf ein Mal ritt ich Willie, einen vierjährigen
Paint-Wallach. Meistens überprüften wir die Versorgung der Rinder mit
Wasser und Salz und den Zustand der Zäune und suchten nach
Am letzten Tag ritten wir 3 Stunden über die Weiden und sahen nach den Kühen und Kälbern, und am Nachmittag waren nur noch Gary, Theresa und ich unterwegs. Die anderen Deutschen zogen es vor, am Pool zu relaxen und die Österreicher wollten im See auf dem Ranchgelände fischen. Ein starker warmer Wind wehte, und ein Gewitter drohte aufzuziehen. Es zog über die Ranch hinweg, kurz nachdem wir wieder zurück waren, aber so schnell wie es gekommen war, so schnell war es auch schon wieder vorbei. Als wir auf der Ranch ankamen, erfuhren wir, dass Harry, von einer Klapperschlange gebissen worden war! Da Penny auch nicht auf der Ranch war und es zu lange gedauert hätte, bis der Krankenwagen angekommen wäre, haben sie kurzerhand den Pick-up genommen und ihn selbst ins Krankenhaus nach Kimball gefahren, wo man ihm ein Antiserum gab. Sein Zustand war stabil, aber er sollte über Nacht zur Beobachtung dort bleiben. Die Österreicher hatten auch wirklich Pech auf ihrer Reise. Zunächst war ihr Gepäck erst drei Tage später angekommen, und dann war Sabine vom Pferd gefallen. Zumindest war ihr nichts passiert, und sie war auch in keinen Kaktus gefallen, von denen es in der Prärie jede Menge gibt. Aber dann noch der Schlangenbiss! Gary und Penny meinten, es sei das erste Mal, daß ein Gast von einer Klapperschlange gebissen worden ist. Normalerweise erwischt es nur die Pferde oder neugierige Kälber. Am Abend sollte ein Nachbar zum Gitarrenspielen kommen, doch stattdessen mußten auf einmal fast alle noch mal raus, um ein Präriefeuer zu bekämpfen, das nur 3 Meilen von der Ranch entfernt war! Aber glücklicherweise konnte der Brand schnell eingedämmt werden. Was für ein Tag! Rocky Mountain NP
(Samstag, 9. Sept. 2000)
Rocky Mountain NP,
Georgetown, Glenwood Springs (Sonntag, 10. Sept. 2000)
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Colorado
NM, Dinosaur NM (Montag, 11. Sept. 2000)
Diesmal besuchten wir das Colorado National Monument in der Nähe von Grand Junction, wo man auf rote Felsen und Monolithen blickt, und das Dinosaur National Monument bei Vernal, Utah, wo wir uns für die Nacht im Motel 6 ($51) einmieteten. Das Dinosaur NM zeigt eine Sammlung von versteinerten Dinosaurierknochen im Western Quarry Visitor Center. Einige der weltweit vollständigsten Dinosauriersklette kann man hier noch im Felsen eingeschlossen sehen. Wir kamen gerade noch rein, da das Visitor Center um 16.30 Uhr schließt. Der Park selbst ist noch viel größer, aber der Dinosaur Quarry ist die Hauptattraktion. Am Abend gingen wir noch im Indoor Pool und Spa eine Runde baden. Zurückgelegte Meilen: 260 |
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| Flaming
Gorge, Fort Bridger, Park City, Salt Lake City (Dienstag, 12. Sept. 2000)
An diesem Morgen besuchten wir zuerst die Flaming Gorge National Recreation Area. Als der Flaming Gorge Dam gebaut wurde, hat der aufgestaute Green River einen schönen See inmitten von roten Canyons geschaffen. Als nächstes erreichten wir den Fort Bridger State Historic Park ($2 pro Person) in Wyoming. Fort Bridger war ein Handels- und Militärposten am Oregon Trail. Gegen 15 Uhr waren wir in Park City, wo die olympischen Winterspiele von 2002 ausgetragen werden sollten. Wir liefen die Geschäfte auf der Main Street entlang und aßen ein Sandwich. Eine Stunde später kamen wir in Salt Lake City, der Mormonenhauptstadt, an. Hier checkten wir ins Downtown Motel 6 ($51) ein. Wir besuchten den Temple Square und das Joseph Smith Memorial Building. Zurückgelegte Meilen: 265 |
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Antilope
Island, Bear Lake, Montpelier (Mittwoch, 13.
Sept. 2000)
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Yellowstone NP (Freitag, 15. Sept. 2000) Noch einmal ging es durch den Grand Teton NP auf unserem Weg zum Yellowstone, dem ersten Nationalpark der
USA .
Die Geyire und heißen Quellen und die Tierwelt sind fantastisch. Große
Teile des Waldes wurden jedoch durch Feuer zerstört. Auch in diesem
ungewöhnlich heißen Jahr gab es einige Feuer im Park, aber die
schlimmsten Feuer wüteten 1988, und man kann immer noch die verbrannten
Bäume sehen. Es wird wahrscheinlich noch mal 10 Jahre dauern, bis alles
wieder hergestellt ist. Trotzdem ist die Natur gesund. Neue Bäume
wachsen, kleinere Pflanzen profitieren von den besseren
Lichtverhältnissen, und die Tiere finden mehr Futter. Das West Thumb Geyser Basin im
Süden des Parks ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Anschließend
fuhren wir zum Old Faithful, um uns die berühmte Eruption anzuschauen,
die alle 60 bis 90 Minuten stattfindet. Das Old
Faithful Inn konnte vor dem Feuer von 1988 gerettet werden. Es ist ein
einzigartiges Gebäude, insbesondere auch von innen. Das Black Sand Basin
und das Biscuit Basin sind auch ein hübscher Anblick. Der Fountain Paint Pot ist
auf andere Art interessant. Bisons und Wapitihirsche sieht man häufig im
Park, aber um einen Elch, Bär oder Wolf zu sehen, muß man schon Glück
haben. Auf jeden Fall sollte man den wilden Tieren nicht zu nahe kommen.
Die beste Zeit um Wildtiere zu sehen, ist in der Abend- oder
Morgendämmerung. Wir checkten für Freitag- und Samstagabend im Gardiner Motel 6 ($69)
ein, dass sich bereits in Montana befindet. Da dies das letzte
Wochenende der Sommersaison im Yellowstone war, hatte ich zwei Tage
vorher telefonisch reserviert. Nun kann jederzeit der erste Schnee
fallen.Zurückgelegte Meilen: 170 |
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Yellowstone NP, Cody
(Sonntag,
17. Sept. 2000)
Heute fuhren wir durch den Yellowstone NP in südlicher Richtung, wobei wir uns den Mud Volcano und den Sulfur Caldron anschauten, bevor wir den Park durch den Osteingang verließen. Die Scenic Route führte durch den Shoshone National Forest, das Wapiti Valley und
die Rattlesnake Mountains. Wir kamen am Buffalo
Bill Dam vorbei, der zur Zeit seiner Fertigstellung
1910 der höchste Damm der Welt war. Am späten Nachmittag
kamen wir in Cody
an und checkten ins Western Six Gun Motel ($49) ein.
Die Stadt hat mich ein wenig enttäuscht, denn abgesehen vom Irma Hotel,
das von "Buffalo Bill" William F. Cody gebaut und nach seiner Tochter
benannt wurde, und dem Buffalo Bill Historical Center
(der Eintritt für 2 Tage für 4 Museen unter einem Dach kostet $10), gibt es
nicht viel zu sehen. Jackson Hole hatte dagegen viel mehr Western-Flair.
Zwischen Juni und August ist die Stadt für ihre allabendlichen Rodeos
bekannt sowie die
Cody Stampede im Juli. Im Irma findet jeden Abend ein Shootout statt - außer
sonntags
- somit haben wir es leider verpasst! Für das Museum waren wir auch zu spät
dran.Zurückgelegte Meilen: 180
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Badlands
NP, Mount Rushmore, Crazy Horse Memorial (Mittwoch, 20. Sept. 2000)
Nun ging es durch den Badlands National Park, der sehr beeindruckend ist, da die Erosion Felstürme und steile Felsformationen aus dem Stein gemeißelt hat. Gerade als wir das Ende des Parks erreichten, wurden wir vom Regen überrascht. Den ganzen Vormittag über war es schon sehr windig gewesen, und die Temperaturen lagen nur noch bei ca. 14 °C. Wir kamen noch einmal durch Rapid City und fuhren wieder in die Black
Hills. Hier besuchten wir Bear Country USA ($8.50 pro Person), einen Safaripark,
durch den man mit dem Auto selbst hindurchfahren konnte. Wir sahen Rehe,
Wapitihirsche, Bergziegen, Bighorn-Schafe, Wölfe, Koyoten, Bisons,
Pumas, Luchse, wilde Truthähne, eine Grizzly und jede Menge Schwarzbären
und sogar Bärenbabys. Wir waren ganz begeistert von den Bären,
aber so putzig sie aussehen, man musste die Fenster die ganze Zeit
geschlossen halten. Anschließend schauten
wir uns die vier Präsidentenköpfe (Washington, Jefferson, Roosevelt und
Lincoln)
von Mount Rushmore an. Von einem
kleinen Parkplatz aus etwas größerer Entfernung konnte man Mount Rushmore
kostnlos besuchen. Der große Parkplatz kostet $8 Gebühr. Auf
dem Weg zum Crazy Horse Memorial
sahen wir sogar noch wilde Bergziegen an der Straße! Wenn Mount Rushmore
schon groß ist, ist Crazy
Horse riesig. Die Skulptur des berühmten Indianerhäuptlings wurde 1947 begonnen,
und bisher ist erst das Gesicht fertiggestellt. Letztendlich sollen sein
gesamter Kopf und Oberkörper und der Kopf seines Pferdes im Felsen
entstehen! Der Besuch kostet $8 Eintritt pro Person, aber das Geld wird
für die Finanzierung des Projekts verwendet. Es gibt auch einen Film zur
Historie des Projekts und ein Indianermuseum. Wir übernachteten im Chief Motel ($47.50) in
Custer.
Zurückgelegte Meilen: 205 |
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Scotts
Bluff NM, Denver (Freitag, 22. Sept. 2000)
Abreise (Samstag,
23. Sept. 2000)
Nun war bald Boarding Time für den Flieger nach New York, doch bis kurz vor 11 Uhr war noch kein Flugzeug am Gate! Als es endlich ankam, mussten erst noch alle Passagiere aussteigen und das Gepäck musste auch noch ausgeladen werden und die Putzkolonne musste auch noch durch, etc. Mittlerweile war es 11.20 Uhr, aber bald darauf ging es auf die Startbahn, und der Pilot teilte uns mit, dass wir während des Fluges wieder Zeit aufholen würden, so dass wir mit nur 10 Minuten Verspätung ankommen sollten. Hm, meine Hoffnung war ja noch gewesen, dass wir bei einem pünktlichen Abflug vielleicht noch etwas Umsteigezeit herausschlagen könnten... Immerhin wurde diesmal ein guter Film gezeigt, "Glauben ist alles" mit Edward Norton, die Kopfhörer musste man auf dem Inlandsflug allerdings kaufen. Letztendlich landeten wir pünktlich um 16.55 Uhr. Fünf Minuten später waren wir aus dem Flugzeug, so dass uns noch 25 Minuten zum Umsteigen verblieben. Mit dem Wechsel des Terminals würden wir es sicher nicht mehr schaffen! Wir rannten in Richtung der Schilder mit Aufschrift "Shuttle Bus", und stellten fest, dass dort nichts von Terminal C stand, wo wir hinwollten. Bis uns klar wurde, dass wir uns bereits in Terminal C befanden! Nun hatten wir aber mal Glück! Nach etwas mehr Gerenne erreichten wir schließlich das richtige Gate, kaum 10 Minuten vor Abflug! Kurz darauf wurden die Türen geschlossen, doch bevor wir uns auf den Weg zum Rollfeld machen konnten, wurden wir informiert, dass wir aufgrund schlechter Sichtverhältnisse erst 25 Minuten verspätet starten könnten. Na ja, immerhin brauchten wir nun keinen Anschlussflug mehr erwischen! Diesmal hatten wir keinen Fensterplatz bekommen, aber da es bedeckt war, gab es sowieso nicht viel zu sehen. Während der gesamten Flugdauer wurde nur ein Film gezeigt, und das war auch noch der gleiche, den wir schon auf dem Hinflug gesehen hatten! Immerhin gab mir dies die Gelegenheit, mein Buch zu Ende zu lesen, Bill Brysons "Notes from a Big Country/Streiflichter aus Amerika", das einen interessanten Einblick in die amerikanische Kultur gewährt. Die 3700 Meilen (6000 km) von New York bis Düsseldorf legten wir diesmal in sechs Stunden zurück. Während des Fluges machten wir noch etwas Zeit gut, so dass wir pünktlich um 6.50 Uhr morgens (in Denver war es erst 22.55 Uhr, was also gar nicht so spät für uns war) am 24. September landeten. Zur Abwechslung wurden wir mal mit 17 °C und Sonne begrüßt. In den meisten Fällen, komischerweise, regnet es ja in Deutschland, wenn man aus dem Urlaub zurückkommt. Nach der Passkontrolle gingen wir sofort zum Gepäckbüro, um unser verspätetes Gepäck zu melden, das ja den Weg über Cleveland gegangen war. Doch wir wurden angewiesen, trotz allem erst mal die Gepäckausgabe abzuwarten, um sicher zu gehen, dass unser Gepäck tatsächlich nicht dabei war. Und wir konnten unseren Augen kaum glauben, dort erschienen doch tatsächlich unsere drei Gepäckstücke auf dem Rollband! Also hatte es unser Gepäck tatsächlich über den Weg nach Cleveland geschafft! Sie können nicht mehr als 10 Minuten gehabt haben, um unser Gepäck umzuladen. Bisher hatte ich die Erfahrung gemacht, dass man davon ausgehen kann, wenn die Umsteigezeit bei verschiedenen Terminals weniger als eine Stunde beträgt, dass das Gepäck nicht im gleichen Flieger mitkommt. Diesbezüglich ist Continental also zu empfehlen! Insgesamt hatten wir auf dieser Reise 2930 Meilen (4690 km) an Fahrstrecke zurückgelegt. Die Benzinpreise lagen zwischen $1,55 und $1,79 pro Gallone, immer noch sehr günstig im Vergleich zu Europa. Leider war der Dollarkurs zum Zeitpunkt unserer Reise relativ hoch: 2,30 DM. Während unserer Reise 1998 stand der Dollar nur bei 1,85 DM, und davor war es sogar noch weniger! Reisedauer: 14 Tage/15 Nächte + 1 Woche Ranchurlaub Links:
Copyright © Katja Maue
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