Samstag,
12. Mai, vormittags sonnig, nachmittags leicht
bewölkt, ca. 30 °C
Three Rivers Petroglyph Site - Valley of Fires - Salinas Pueblo Missions
Übernachtung: Club House Inn, Albuquerque
Gefahrene Meilen: 241
Heute fuhren wir um 8.30 Uhr
los, auf der 54 Richtung Norden. Eine
Dreiviertelstunde später kamen wir im Three Rivers Petroglyph Site an ($2 oder
Nationalparkpass). Hier liefen wir den 1-Meile (hin- und zurück) langen Trail,
auf dem man eine Vielzahl von interessanten indianischen Zeichnungen sieht. Nach
einer Stunde fuhren wir weiter. Der nächste Stop war im Valley of Fires, dass
wir um 11 Uhr erreichten (mit dem
Nationalparkpass zahlten wir den halben Preis: $2,50).
Wir liefen den kurzen asphaltierten Trail (der anscheinend noch weiter ausgebaut
wird), und fuhren nach einer halben Stunde weiter.
Wir gönnten uns noch ein Milkshake in Carrizozo (hier gibt
es auch ein paar einfache Motels), und fuhren weiter auf der 55
zu den Salinas Pueblo Missions. Die Strecke durch die eher eintönige
Prärielandschaft zog sich ganz schön. Um 13 Uhr
erreichten wir Gran Quivira. Wir liefen eine Dreiviertelstunde durch die
fotogenen Ruinen, bevor wir uns wieder auf den Weg machten. In Montainair
hielten wir noch kurz am historischen Rancho Bonito von Pop Shaffer. Um
14.40
Uhr kamen wir in Quarai an. Im Gegensatz zum weiß-grauen Gran Quivira ist diese
Mission aus rotem Stein gebaut. Es ergab sich zufällig, dass wir eine kleine
Privatführung von einem Park Ranger bekamen! Wir liefen noch den 1 Meile langen
Spanish Corral Trail, von dem man einen schönen Blick von oben auf die Mission
hat. Nach einer Stunde machten wir uns auf die Weiterfahrt auf der
337. Es gibt noch eine dritte Mission, Abó, aber den
18
Meilen Umweg ließen wir aus.
Um 17 Uhr erreichten wir
Albuquerque. Für 3 Nächte hatten wir ein Zimmer im Club House Inn vorgebucht: 2
Betten, Coffee Maker, Frühstücksbüffet, Happy Hour, free WiFi, Pool für $72
+ Tax AAA Rate. Das Hotel ist zentral gelegen an der Kreuzung der I-40
und I-25 und nicht allzu weit von der Old Town.
Diesmal haben wir es noch kurz geschafft, in den Pool zu hüpfen. Zum Abendessen
gingen wir in den 66 Diner an der historischen
Route 66
(Central NE).
Sonntag,
13. Mai, sonnig, 30 °C
Turquoise Trail - Kasha-Katuwe Tent Rocks
Übernachtung: Club House Inn, Albuquerque
Gefahrene Meilen: 180
Für amerikanische Verhältnisse hat das Club House Inn ein
richtig gutes Frühstücksbüffet mit Rührei, Hash Browns, Würstchen oder Bacon, Waffeln, Bagels, Cereals, Obst, Kaffee, Orangensaft.
Entsprechend gesättigt machten wir
uns heute um 9 Uhr auf den Weg. Zunächst ging es auf den Sandia Peak ($3 oder
Nationalparkpass), den wir in 45
Minuten erreichten. Der Sandia Crest Scenic Byway hoch auf den
3000
m hohen Gipfel ist unspektakulär, aber der Blick von oben auf Albuquerque ist
grandios. Ganz oben lagen sogar noch Schneereste. Im Winter ist dies
Skigebiet. Von Albuquerque aus fährt auch eine Seilbahn auf den Berg, vom
Aussichtspunkt der Autostraße kann man sie jedoch nicht sehen.
Um 10.30 Uhr waren wir
wieder unten und fuhren auf der 14, dem
sogenannten Turquoise Trail, Richtung Santa Fe. Die Straße ist landschaftlich
ganz nett, eine Alternative zur I-25. Interessant
waren vor allem die drei Ghost Towns auf der Strecke, die alle sehr
unterschiedlich waren. In Golden lohnt sich nur die kleine Kirche am Ende einer
kurzen holprigen Dirt Road auf der Ostseite. Madrid bietet sich für einen Lunch-
oder Kaffeestop an. Es gibt ein paar Gallerien, Läden und Cafés in netten
Häuschen. Der Ort scheint voller Hippies zu sein. Durch Cerrillos drehten wir
nur mal eine kurze Runde. Kurz hinter Cerrillos sieht man noch ein paar farbige
Badlands, aber ein Fotostop ist schwierig. Gegen 12
Uhr waren wir am Ende des Turquoise Trails angelangt und bogen auf die
45
Richtung I-25 ab. Von hier oben konnten wir
bereits Santa Fe im Tal sehen, vor den schneebedeckten Sangre de Christo Bergen.
Rechts hoch ging es zur Interstate.
Dann fuhren wir nach Süden bis zum Exit 264,
von hier auf die 16 und die 22
Richtung Cochiti Pueblo, die letzten 5 Meilen auf einer guten Gravel Road. Es
ging zu den
Kasha-Katuwe Tent Rocks ($5 oder Nationalparkpass). Um
13
Uhr liefen wir los. Es gibt zwei Trails: den 1,2 Meilen langen Cave Loop und den
1,5 Meilen
(one way) langen Canyon Trail. Die erste halbe Meile bei beiden
Trails ist identisch. Wir liefen zunächst den direkten Weg bis zum eigentlichen
Start des Canyon Trails. Der Trail führt durch einen Slot Canyon, dann läuft man
weitgehend eben im Tal der Tent Rocks. Nach ca. 40
Minuten mit Fotostops gelangten wir zum Aufstieg auf den Canyonrand. Nun ging es
10 Minuten 200m recht steil
bergauf. Zumindest die erste Hälfte dieses Aufstiegs sollte man auf jeden Fall
gehen, denn von hier hat man einen tollen Blick auf die Zeltfelsen. Ganz oben
läuft man dann am Canyonrand entlang und hat einen grandiosen Blick über die
gesamte Landschaft bis zu den Sangre de Christo, Jemez und Sandia Mountains. Auf
dem Rückweg bogen wir dann ab auf den Cave Loop Trail, der noch mal etwas
anstrengend, da es zum Teil bergauf ging, aber auch ganz schön war. Man kommt an
einer Höhle und noch ein paar Zeltfelsen vorbei. Wenn kein Lüftchen wehte, war
es ganz schön heiß. Nach gut 2 Stunden kamen wir wieder am Parkplatz an. Spontan
fuhren wir noch die Gravel Road 3,5 teilweise holprige Meilen weiter bis zum
Veterans’ Memorial Scenic Overlook (oder Cañada Kamada Overlook). Danach führte
die Straße in ein Indianerreservat (No Trespassing). Wir machten uns auf den
Rückweg, es waren noch gut 60
Meilen bis Albuquerque auf der 22 und der I-25)
und waren gegen 17 Uhr wieder im Hotel. Zum
Abendessen gingen wir ins Little Anita’s New Mexican Foods an der Kreuzung
Meunal und University, was ganz gut war.
Montag, 14. Mai, bewölkt mit sonnigen Abschnitten und
örtlichen Gewittern, 25 °C
El Malpais NM - El Morro NM
Übernachtung: Club House Inn, Albuquerque
Gefahrene Meilen: 180
Um 8.40 Uhr fuhren wir los,
auf der I-40 Richtung Grants. Für die
70
Meilen bis zum El Malpais National Monument brauchten wir eine gute Stunde. Die
Fahrt war landschaftlich ganz nett, an ein paar Tafelbergen vorbei. El Malpais
heißt „schlechtes Land“ auf Spanisch. Um 10 Uhr
erreichten wir die Ranger Station an der 117.
Leider war die Rangerin nicht so auskunftfreudig, wie man es sonst von Visitor
Centern gewohnt ist. Sie riet uns jedoch davon ab, die 42,
d.h. den Chain of Craters Backcountry Byway, zu fahren, da vor allem das obere
Ende unter Bäumen noch von gestrigen Regenfällen „muddy“ sein könnte. Für heute
waren erst am späteren Nachmittag Regenfälle angesagt.
Wir fuhren zum Sandstone Bluffs Overlook mit einem Blick
über die Lavafelder. Dieser soll auch zum Sonnenuntergang sehr lohnend sein, da
die gelben Sandsteinfelsen dann rot leuchten. Weiter ging’s zum La Ventana
Natural Arch. Laut Laurent Martrès sollte er am späteren Nachmittag im Schatten
liegen. Leider lag er im Gegenlicht, und der Trail, der unter den Arch führt,
war leider gesperrt. Von dort hätte man dann wahrscheinlich tatsächlich
vernünftiges Licht gehabt. Als nächstes fuhren wir durch die Narrows: rechts die
Lavafelder und links die Sandsteinklippen, die auch im Abendlicht schön leuchten
sollen.
Kurz nach 11 Uhr erreichten
wir nach 36 Meilen ab der Interstate den
Trailhead zur Lava Falls Area. Hier liefen wir den 1,2 Meilen langen Loop mitten
durch die Lavafelder. Der Trail ist mit Cairns (Steinmännchen) markiert und
führt zu einem „Wasserfall“ von erstarrter Lava und einem natürlichen
Amphitheater. Nach 45 Minuten waren wir wieder am
Auto. Der Trail hat uns gut gefallen. Über die aufgebrochene Erdkruste zu
laufen, ist schon ein ungewöhnliches Erlebnis. Wir waren ganz alleine unterwegs.
Dann wollten wir es eigentlich doch mit dem Chain of Craters Byway versuchen,
doch am Horizont tauchte eine dunkle Regenfront auf. Da wir keine Lust hatten,
auf der Dirt Road bei Nässe steckenzubleiben, machten wir dann doch lieber kehrt
und fuhren die ganze Strecke zurück. In Grants legten wir gegen
13 Uhr dann noch einen Lunchstop bei McDonalds ein. Grants liegt
an der historischen Route 66
und hat teilweise einen etwas heruntergekommenen Charme.
Dann ging es auf der 53
weiter. Wir entschlossen uns, zunächst bis zum El Morro National Monument ($3
oder Nationalparkpass) weiterzufahren (bis dorthin waren es noch mal
40
Meilen ab Grants), zumal dieses um 17 Uhr
schließt, und man dann nicht mehr auf den Trail kommt. Um 14.15
Uhr waren wir dort, und leider fing es nun an zu regnen. Dafür sahen wir Blitze
über dem El Morro Felsen zucken, was sehr eindrucksvoll aussah. Davon hätte man
ein Foto schießen sollen! Trotz allem liefen wir den 0,5 Meilen langen
Inscription Rock Trail an der Basis des Felsens entlang. Der Felsen selbst war
schon recht beeindruckend. Es gibt ein natürliches Becken mit Regenwasser an
seiner Basis, und überall haben Reisende und die ersten Siedler ihre Inschriften
hinterlassen. Es gibt auch noch einen 2 Meilen langen Mesa Top Loop Trail, der
zu Indianerruinen führt, und wo man von oberhalb eines Box Canyons entlang
läuft, den wir auch sehr gerne noch gegangen werden, aber bei Gewitter, wäre
dies sicher keine gute Idee!
Nach einer Stunde machten wir uns auf den Rückweg, der
Regen hatte inzwischen aufgehört und die Sonne kam wieder durch, und bogen in
den Chain of Craters Byway von der anderen Seite ab, um zur Big Tubes Area zu
kommen. Die 7 Meilen lange Zufahrt soll für PKWs befahrbar sein, aber wir würden
aufgrund der teilweise tief ausgefurchten Fahrrinnen auf jeden Fall High
Clearance empfehlen. Bei Nässe wird die Straße definitiv unbefahrbar. Mit der
Regenfront im Rücken machten wir uns trotzdem auf den Weg. Entgegen den Aussagen
der Rangerin war auf diesem Teil der Straße alles trocken, bis auf eine Stelle,
die für PKWs jedenfalls nicht machbar gewesen wäre. Um 15.50
Uhr liefen wir auf dem 2 Meilen langen Loop Trail los. Der Trail ist weitgehend
eben, aber es ist Trittsicherheit gefordert, damit man nicht auf den harten,
scharfkantigen Lavastein oder in eine Spalte fällt. Man muss auch unbedingt auf
dem Trail bleiben und/oder GPS dabeihaben, damit man sich nicht in der
unübersichtlichen Landschaft verläuft. Die Lavahöhlen und –brücken waren absolut
gigantisch! Der Trail zu den Seven Bridges, zum Four Windows Cave, zum
Caterpillar Collapse und zum Big Skylight Cave hat uns super gefallen. In einen
der Four Windows Caves stiegen wir ein kurzes Stück hinab. Es war erstaunlich,
wie kühl es unten wurde. Mit entsprechender Ausrüstung kann man auch in die
Caves hineinlaufen. Nach 1,5 Stunden waren wir wieder am Auto. Auch hier waren
wir ganz alleine unterwegs. Zum Glück hielt sich das Wetter.
Wir machten uns auf den Rückweg über die 50
bzw. 49, eine sehr gute Dirt Road, die am Ende
durch den Zuni Canyon führt, und wieder in Grants rauskommt. Zum Bandera Crater
und Ice Cave (auf Privatgelände, daher separate Eintrittsgebühr) und zur El
Calderon Area, wo man bereits in der Nähe der Autostraße einen Lava Tube sehen
kann, haben wir es nicht mehr geschafft. Um 18.30
Uhr bogen wir bei Grants auf die I-40 ab und
waren eine gute Stunde später zurück in Albuquerque. Diesmal schafften wir es
gerade noch zu den letzten Sonnenstrahlen zur Old Town Plaza, die uns ganz gut
gefallen hat. Die Kirche dort ist sehr schön. Zum Abendessen fuhren wir ins Applebee’s auf dem Menaul Boulevard.