Hawaii Februar/März 2008
Katja's Travels

Freitag, 15.2.: Flug Düsseldorf - Frankfurt - San Francisco - Honolulu
Geflogene Kilometer: 13.200
Wetter: leicht bewölkt, 7 bzw. 25 °C

Auf geht's in Paradies! Ca. 2 Stunden vor Abflug waren wir am Düsseldorfer Flughafen. Über Frankfurt und San Francisco sollte es in einem Rutsch nach Honolulu gehen. Der Check-in bei Lufthansa war gut besetzt, so dass wir schnell drankamen. Die Flüge waren alle im System, allerdings kamen für die Flüge ab FRA nach SFO und HNL nur meine Bordkarten raus, nicht jedoch die von Volker. Die Dame von LH bemühte sich noch, aber irgendwie waren die Systeme von United nicht kompatibel (hallo, wir sind doch bei Star Alliance?!), aber United in Frankfurt würde schon Bescheid wissen, und das wäre kein Problem. Die Sitzplätze, die wir bei der Buchung über Lufthansa für die United-Flüge angegeben hatten, waren jedenfalls nicht mehr im System. Der Abflug war fast pünktlich um 10.30 Uhr. Über Frankfurt mussten wir 20 Minuten kreisen, aber wir kamen nur 5 Minuten später an als geplant, um 11.20 Uhr.

In Frankfurt mussten wir uns dann noch mal in der allgemeinen Check-in-Schlange bei United einreihen. Dort bekamen wir dann endlich alle Bordkarten. Gut, dass wir vorsichtshalber einen Flug eher nach FRA gebucht hatten, damit wir dort zwei statt nur eine Stunde Zeit zum Umsteigen haben! Aufgrund der wieder rausgeworfenen Sitzplatzreservierungen sollten wir auf den United-Flügen nach SFO bzw. HNL nun noch nicht einmal nebeneinander sitzen! Vom gewünschten Fensterplatz ganz zu schweigen... Gegen 13 Uhr waren wir dann endlich im Boardingbereich. Dort sagten wir dann noch mal Bescheid, dass wir zusammensitzen möchten. Es hieß, es gäbe schon mehrere Anfragen, aber sie würden uns Bescheid geben. Und das hat dann doch noch geklappt! Wir bekamen sogar Plätze im Economy Plus Bereich mit mehr Beinfreiheit, was sehr angenehm war. Nicht so angenehm war, dass wir die beiden Plätze in der Mitte der Maschine hatten (Bestuhlung 2-4-2), d.h. auf jeder Seite von uns saß jemand, den man ständig nerven musste, wenn man mal aufstehen wollte. Und trotz klaren Wetters über den Bergen sahen wir von den schneebedeckten Rocky Mountains deshalb so gut wie nichts. Der Anflug auf SFO wäre perfekt gewesen!

Der Abflug in Frankfurt war für 14 Uhr vorgesehen. 30 Minuten später hoben wir ab. Flugdauer: 11 Stunden. Die gezeigten Filme waren The Jane Austen Bookclub, Mein Kind vom Mars, Rush Hour 3 und Dan in Real Life. 10 Minuten früher als geplant kamen wir an: 16.20 Uhr. Die Immigration ging schnell wie nie, nach 10 Minuten standen wir am Gepäckband, hier mussten wir allerdings 30 Minuten warten. Dann noch durch den Zoll, nach einer Stunde waren wir am Gate. Auch hier mussten wir noch mal nachhaken, damit wir noch Plätze nebeneinander bekommen. Wir mussten dafür zwar Economy Plus aufgeben, die wir wieder kostenlos bekommen hätten, aber immerhin hat es so auch noch geklappt. Wir saßen uns gegenüber am Gang (Bestuhlung 2-3-2). Der Flug sollte um 18.40 Uhr starten. Um 19.15 Uhr hoben wir ab. Flugdauer: 5 Stunden 40 Minuten. Während der Flug nach SFO sehr ruhig verlief, hatten wir auf dem Weiterflug ein paar Turbulenzen. Es lief "Mr. Magoriums Wunderladen". Um 22 Uhr Ortszeit kamen wir in Honolulu an. Von 10.30 Uhr bis 21.00 Uhr deutscher Zeit waren wir unterwegs. Die Zeitverschiebung betrug 11 Stunden.

Kurz vor 23 Uhr Ortszeit saßen wir dann in Robert's Shuttle ($9 one-way, $15 return) auf dem Weg nach Waikiki. Wir hatten das Waikiki Prince Hotel gebucht, für $90 plus Tax pro Nacht mit Twin Beds und Kitchenette. Die Rezeption ist nur von 9 bis 18 Uhr besetzt, aber an der Tür hing schon ein Zettel für uns, welches Zimmer wir beziehen konnten. Das Zimmer war recht klein und einfach, aber sauber, und in der kleinen Küche haben wir uns immer Frühstück gemacht. Maid Service gab es nur alle 4-5 Tage. Das war uns ganz recht, so brauchten wir wenigstens nicht ständig wieder alles zusammenzuräumen, und Trinkgeld hat man so auch noch gespart. Die Lage war super, zwei Minuten Fußweg, und man stand direkt am Waikiki Beach! Und Parken kostete "nur" $10 pro Nacht, wenn es auch etwas beengt war. Für die Jahreszeit und die Lage war es auf jeden Fall kein schlechter Preis, und wir brauchen ja nur ein sauberes Bett zum schlafen. Um 24 Uhr Ortszeit fielen wir ins Bett (11 Uhr nach deutscher Zeit)...

Samstag, 16.2.: Ostküste und North Shore, Punchbowl Crater
Gefahrene Meilen: 95
Wetter: leicht bewölkt (nachmittags verstärkt Wolken in den Bergen), 27 °C

Um den Tag zu beginnen, ging es erst mal zum Frühstück ins "Perry Smorgy's" fast um die Ecke ($8 pro Person für das Büffet). Es gab Rührei, Kartoffeln, Fleisch, Waffeln, Muffins, frisches Obst, sowie einiges für den asiatischen Geschmack, für den Preis kann man nicht meckern, und man konnte draußen sitzen. Anschließend fuhren wir mit "The Bus" ($2 pro Person) zum Stadtbüro von Alamo am Ala Moana Boulevard (wir hätten bei Alamo auch einen Free Shuttle bestellen können, aber das ist uns zu spät bewusst geworden, und warten wollten wir dann auch nicht mehr). Die Mietwagenübernahme klappte reibungslos. Wir hatten Equinox/Midsize SUV gebucht und bekamen einen Saturn Vue mit AWD in orange. Die Farbe hat uns unerwartet gut gefallen. Der Wagen war noch recht neu (2600 Meilen auf dem Tacho).

Um 10.15 Uhr fuhren wir los. Über den Likelike Highway (63) ging es von Honolulu über die Berge in den Ostteil der Insel. Die ersten Blicke auf die schroffe Steilküste waren atemberaubend. Unseren ersten Stopp machten wir im Valley of the Temples (Eintritt $2 pro Person) am Byodo-In Temple, dem Nachbau eines japanischen Tempels aus Kyoto zur Erinnerung an die ersten Einwanderer aus Japan 1968. Weiter ging's die Küstenstraße hoch, die fast immer genau am Meer entlangführt, herrlich. Wir hielten am Kualoa Regional Park mit Blick auf den Chinaman's Head (Mokolii Island). In Hawaii fanden wir es großartig, dass alle State Parks, Regional Parks und Beach Parks im Gegensatz zum Rest der USA und insbesondere Florida kostenlos sind. Der Strand gehört hier jedermann. Da braucht man dann nicht gleich $5 zahlen, wenn man nur mal kurz an den Strand will oder nur mal ein Foto machen will. In Laie kamen wir an einem Foodland vorbei, wo wir uns etwas zum Lunch und für unterwegs kauften und uns eine Makai'i Card besorgten, mit der man bei allen Filialen von Foodland und Sack 'n Save auf den Inseln beim Einkaufen einige Dollar sparen kann. Für Safeway hatten wir noch eine Karte vom Festland.

Um 13 Uhr erreichten wir das Turtle Bay Resort am North Shore. Der Parkplatz war voll wegen einer Golfveranstaltung, doch wir hatten Glück. Der Hotelstrand ist öffentlich, was wie gesagt für alle Strände auf Hawaii gilt. Wir fanden noch ein schönes Plätzchen unter einer Palme, wirklich ein sehr schöner Strand, nur der Blick auf das Hotel störte. Allerdings lagen wir wohl falsch in der Annahme, dass es sich um den Laniakea Beach handelt, an dem fast täglich die grünen Meeresschildkröten an Land kommen. Dieser soll sich nämlich 1,5 Meilen östlich von Haleiwa direkt an der Straße befinden. Die genaue Anfahrtsbeschreibung hatte ich im Internet übersehen. Also sahen wir leider keine Schildkröten. Nach einer Stunde relaxen machten wir uns wieder auf den Weg. Wir hielten am Sunset Beach, wo einige Surfer zu sehen waren. An diesem Tag war das Meer am berühmt-berüchtigten North Shore spiegelglatt, bis auf ein paar Brecher, die ans Ufer schlugen. Im Winter soll es hier Wellen geben, die bis zu 10 Meter hoch sind! Das wäre sicher ein toller Anblick, aber wir wollen uns ja nicht über das gute Wetter beschweren!

Weiter ging es zur historischen Surfer Town Haleiwa, wo wir im North Shore Marketplace noch einen Kaffee tranken. Über die 99, sowie die H2 und H1 fuhren wir zurück nach Honolulu. Die Ananasfelder haben wir leider nicht entdeckt. Wir beschlossen, noch zum Punchbowl Crater hochzufahren. Von diesem Vulkankrater hat man einen schönen Blick über Honolulu. Gegen 17 Uhr waren wir wieder am Hotel. Zum Abendessen gingen wir in den Foodcourt des International Marketplace. Anschließend ging es in die Strandbar des Sheraton Moana Surfrider, ein sehr elegantes Hotel von 1901, wo wir uns mit Volker, Uli, Karin und Alfred aus diversen Internetforen verabredet hatten. So trifft man sich im Urlaub! Es war ein schöner Abend, und wir tranken verschiedene Cocktails. Für mich gab es einen Blue Hawaii und einen Lava Flow.

Sonntag, 17.2.: Hanauma Bay, Koko Crater Botanical Garden, Kailua und Lanikai Beach, Tantalus Drive
Gefahrene Meilen: 65
Wetter: größtenteils sonnig, in den Bergen hingen schon vormittags Wolken, 28 °C

Mit dem Jetlag waren wir wieder früh wach. Kurz in unserem Zimmer gefrühstückt, die Sonne ging gerade auf (7 Uhr), und los ging's. Um 7.20 Uhr waren wir an der Hanauma Bay, eine halbe Stunde südlich von Honolulu. Noch gab es reichlich freie Parkplätze, trotz Feiertagswochenende. Wir zahlten $5 pro Person und $1 Parkgebühr. Dann gab es erst mal ein 10minütiges Orientation Video, damit man weiß, was am Riff beachten soll. Anschließend kann man sich registrieren lassen, damit man sich das Video beim nächsten Besuch nicht noch einmal anschauen muss (gilt für ein Jahr). Die Hanauma Bay ist dienstags geschlossen, da haben die Fische frei.

Um die frühe Uhrzeit war der Strand noch recht leer. Aber auch später hielt es sich sehr in Grenzen, ganz im Gegenteil zu unseren Erwartungen. Da haben wir schon vollere Strände gesehen! Über dem Riff zu Schnorcheln war nicht ganz einfach, da wohl Ebbe war und der Wasserstand recht niedrig. Am besten ließ es sich am Riff entlang schwimmen. Hier haben wir u.a. eine Moräne gesehen, Papageifische und mehrere Meeresschildkröten, nur 1-2 Meter entfernt, bei klarstem Wasser - toll! Schade, dass wir keine Unterwasserkamera hatten. Um 10 Uhr machten wir uns wieder auf den Weg. Inzwischen war der Parkplatz wegen Überfüllung geschlossen, obwohl wieder ein paar Plätze frei waren. So kann man auch die Besucherzahlen in Grenzen halten. Bleibt nur die Anfahrt mit dem Bus, aber dann hat man auch einen weiteren Fußweg bis in die Bucht hinunter.

Wir fuhren weiter um die Südspitze von Oahu und hielten am Halona Point. Vom Blowhole war bei der ruhigen See jedoch nichts zu sehen oder zu hören. Am Sandy Beach fuhren wir dann links rein zum Koko Crater Botanical Garden (nicht ausgeschildert). Wir liefen den 2-Meilen-langen Self-Guided-Loop in einer knappen Stunde, fanden den Garten aber nicht besonders sehenswert. Die Frangipanis blühten wunderschön, aber ansonsten hätten wir mehr Blütenpracht erwartet. Um 12 Uhr ging es weiter. Wir machten einen Fotostopp kurz vor dem Sea Life Park mit Blick auf das Makapuu Lighthouse, hielten bei McDonalds, Safeway und Starbucks und fuhren über Kailua zu den wunderschönen Stränden Kailua Beach und Lanikai Beach. Am letzteren soll man auch gut Schnorcheln können.

Eigentlich hätten wir für diesen Tag noch den Maunawili Demonstration Trail vorgesehen, doch in den Bergen hingen den ganzen Tag Wolken, während wir an der Küste herrlichsten Sonnenschein hatten. Über den Pali Highway (61) ging es zurück nach Honolulu. Wir hielten noch am Nuuanu Pali Lookout und fuhren den Nuuanu Pali Drive durch Regenwald. Dann ging es am Punchbowl Crater vorbei zum Tantalus Drive mit tollen Ausblicken auf Honolulu mit dem Diamond Head im Hintergrund. Unser letzter Stopp war am Puu Ualakaa State Wayside Park, von dem man auch zum Sonnenuntergang einen tollen Blick haben soll. Aber so lange wollten wir nicht warten. Gegen 17 Uhr waren wir wieder am Hotel. Den Sunset schauten wir uns dann vom Waikiki Beach aus an. Als die Sonne um 18.30 Uhr im Meer versank, begann die Torchlighting Ceremony auf der Kuhio Beach Stage mit einer kleinen, halbstündigen Hula-Show. Das war sehr nett anzusehen. Zum Abendessen waren wir wieder am International Marketplace.

Montag, 18.2.: Diamond Head, Nuuanu Pali Lookout, Maunawili Trail, Makaha Beach, Honolulu Downtown
Gefahrene Meilen: 102
Wetter: sonnig, die Berge waren fast den ganzen Tag wolkenfrei, 28 °C

Heute sollte es auf den Diamond Head gehen. Um 7.30 Uhr waren wir dort, Eintritt $5 pro Auto. 170 Höhenmeter ging es nach oben, über einen Serpentinenweg, steile Treppen und zwei beleuchtete Tunnel; wir benötigten 40 Minuten. Immerhin lag ein Großteil des Weges morgens noch im Schatten, es wurde schon ganz schön warm. Von oben hat man einen schönen Ausblick über Honolulu, die Berge und die Küste, unten steht ein Leuchtturm. Wir sahen sogar einen Wal breachen. Leider herrschte auf dem Trail Massenandrang. Für den Rückweg brauchten wir nur 20 Minuten; eine Strecke war 0,8 Meilen. Um 8.50 Uhr waren wir wieder unten, der Parkplatz war inzwischen fast voll.

Anschließend fuhren wir noch einmal zum Nuuanu Pali Lookout. Heute herrschten bessere Lichtverhältnisse. Dann ging es los auf dem Maunawili Trail. Der Trailhead befindet sich am Pali Highway von Honolulu aus kommend. In der Haarnadelkurve ist ein mit "Scenic Point" beschilderter Parkplatz. Um kurz vor 10 Uhr liefen wir los. Der Weg führt bis zur Küste hinunter, doch wir liefen nur die ersten 2 Meilen bis zum Maunawili Falls Connector Trail. Kurz hinter dem Abzweig kehrten wir um. Um 12 Uhr waren wir wieder am Parkplatz. Der Weg verlief ohne nennenswerte Höhenunterschiede unterhalb der Pali-Klippen. Man hatte einige schöne Aussichten auf die Küste und die steil abfallende Koolau Range. Ein Großteil des Weges verlief im Schatten unter Bäumen und tropischer Vegetation. In der Sonne war es sehr warm. Die schattigen Stellen waren zum Teil glitschig. Mit Mücken hatten wir wider Erwarten keine Last. Insgesamt ein lohnenswerter Trail. Die zwei Meilen sollte man schon laufen, um ein paar tolle Blicke auf die Klippenberge zu haben. Zu den Maunawili Falls gibt es noch einen kürzeren Trail von der anderen Seite.

Wir beschlossen, noch zur Westküste rüberzufahren. Die Strecke über die H3 Autobahn bot noch ein paar spektakuläre Blicke auf die Klippen. Auf dem Highway 93 fuhren wir hoch bis zum Makaha Beach, der als "Original Zone of Big Wave Surfing" gilt. Vor dem Strand waren ein paar schöne Wellen, auf denen sich Outrigger-Boote ein Wettrennen lieferten. Es machte Spaß, hier zuzuschauen. Ansonsten hat uns der Westen von Oahu nicht besonders gefallen. Man fährt anfangs durch viel Industrie, dann kommt man an ärmlichen Baracken der Einheimischen vorbei, die hier anscheinend am Strand leben. Im Pizza Hut nahmen wir ein spätes Lunch zu uns.

Dann schauten wir uns noch die Downtown von Honolulu an, die wir überraschend sehenswert fanden: Kamehameha Statue, Iolani Palace, Hawaii State Capitol, ein riesiger Banyan-Baum, schöne Hochhäuser mit Glasfassaden, interessante Kontraste. Wir hatten nur für 30 Minuten Parkgebühr bezahlt, bis 16.15 Uhr. Nach der kurzen Besichtigung fuhren wir zurück ins Hotel, aßen einen Salat bei MacDonalds und bewunderten den nächsten schönen Sonnenuntergang am Waikiki Beach.

Am nächsten Morgen gaben wir das Auto bei Alamo am Flughafen ab, ganz in der Nähe, wo wir vor unserem Rückflug nach Deutschland auch noch mal im Airport Hotel übernachten, und fliegen weiter nach Big Island.

Dienstag, 19.2.: Flug nach Big Island (Hilo)
Gefahrene Meilen: 8,6
Wetter: sonnig, nachmittags Wolken über dem Mauna Kea, 29 °C

Unsere Mietwagen hatten wir inklusive 1. Tankfüllung gebucht. Heute ging es mit der letzten Reserve zum Flughafen, wo wir um 9.15 Uhr eintrafen. Wir folgten der Beschilderung "Car Return", doch als wir dort ankamen, waren dort alle Mietwagenfirmen vertreten, außer Alamo! Da fiel mir wieder ein, dass ich gelesen hatte, dass Alamo irgendwo separat zu finden ist. Wir fragten einen Hawaiianer, der gerade die Grünanlagen pflegte, und dieser wies uns freundlich den Weg zur Alamo-Station an der Service Road unterhalb des Nimitz Highways, in der Nähe des Best Western Airport Hotels. Mit dem Shuttle Bus ging es dann von Alamo zum Interisland-Terminal. Der Check-in bei Hawaiian Airlines sollte an einem elektronischen Schalter erfolgen. Die Sitzplätze sollten beim Check-in zugewiesen werden; das System wies uns getrennte Plätze irgendwo in der Mitte des Fliegers zu, die sich auch nicht mehr ändern ließen. Na toll, also nichts mit Blick von oben auf die Inseln, worauf ich mich so gefreut hatte! Dabei waren wir sogar sehr frühzeitig am Flughafen. Die Maschine sollte um 12.10 Uhr starten. Wir fragten aber bei einer Hawaiian-Mitarbeiterin nach und bekamen noch Plätze am Notausgang. Nach 20 Minuten war der Check-in dann auch erledigt.

Der Flieger ist pünktlich gestartet. Wir saßen auf der linken Seite und hatten bei klarem Wetter einen wunderbaren Blick auf Honolulu, den Diamond Head, die Nachbarinsel Molokai und Maui mit dem Haleakala-Krater. Rechts war der schneebedeckte Mauna Kea zu sehen. Beim Landeanflug hatten wir dann noch Sicht auf das winzige Coconut Island und das Hilo Hawaiian Hotel, das wir für fünf Nächte gebucht hatten. Unsere Koffer konnten wir sofort in Empfang nehmen. Alamo befand sich direkt am Flughafengebäude, auch hier ging es schnell. Wir bekamen einen Saturn Vue in weiß zugeteilt. Die Rückgabe sollte auf der anderen Inselseite in Kona (ohne Überführungsgebühr) erfolgen. Eine halbe Stunde nach der Landung um 13 Uhr waren wir am Hotel. Dort stellten wir fest, dass eines der beiden Auspuffrohre des Wagens schief hing und nicht richtig festgehakt war; also nach dem Einchecken noch mal zurück zu Alamo und den Wagen gegen einen älteren Pontiac Torrent AWD, auch in weiß, getauscht. Im Hilo Hawaiian hatten wir uns ein Zimmer mit Ocean View gegönnt. Wir bekamen ein großes Zimmer mit zwei Queen-Size-Betten und wunderbarem Blick auf den Mauna Kea von unserem Balkon. Durch die Ausstattung mit Kühlschrank und Kaffeemaschine war auch die morgendliche Selbstverpflegung mit Cornflakes und Bananen gesichert. Einen Pool gab es natürlich auch, den haben wir letztendlich aber nie genutzt. Daily Rate war $160 + Tax, aber die 5. Nacht war frei, also zahlten wir im Schnitt $128 + Tax. Das Hotel hat auf jeden Fall die beste Aussicht im Ort. Wir vertrödelten den Rest des Nachmittags mit Einkaufen bei Wal-Mart und Sack 'n Save, holten uns etwas zum späten Mittag- und frühen Abendessen, das wir auf unserem Balkon verzehrten. Anschließend machten wir noch einen Spaziergang durch die Liliuokalani Gardens, einem hübsch angelegten kleinen japanischen Garten neben dem Hotel, und über die Fußgängerbrücke nach Coconut Island. Von den schweren Überschwemmungen in Hilo 10 Tage vor unserem Hinflug war nichts mehr zu sehen.

Mittwoch, 20.2.: Fahrt entlang der Ostküste bis zum Waipio Valley und über die Saddle Road hoch zum Mauna Kea, Wasserfälle um Hilo
Gefahrene Meilen: 173
Wetter: sonnig, am späten Nachmittag Wolken in Hilo, 24 °C

Um 7.20 Uhr machten wir uns bereits auf den Weg. Es ging auf die Hawaii Belt Road (19) nach Norden. Schon bald kamen wir zum Abzweig nach rechts auf den Pepeekeo Scenic Drive, der durch imposanten Regenwald führt. Hier kommt man auch am Hawaii Tropical Botanical Garden vorbei, der sehr schön sein soll. Wir fuhren aber weiter bis wir wieder auf die 19 kamen. Dann kam links ein Abzweig zu den Akaka Falls. Nach 5 Minuten auf dieser Stichstraße erreichten wir kurz nach 8 Uhr den Akaka Falls State Park. Der Rundweg zu den Kahuna Falls war leider gesperrt. Über den geteerten Spazierweg liefen wir 5 Minuten bis zu den Akaka Falls. Leider lagen sie so früh noch im Schatten. Mücken hatten wir weder am Pepeekeo Drive noch an den Akaka Falls; liegt vielleicht an der Jahreszeit.

Den weiteren Verlauf der 19 fanden wir nicht übermäßig interessant. Ab und an sieht man das Meer oder überwucherte Täler. Gegen 9.15 Uhr waren wir am Abzweig zur 240. Im Örtchen Honokaa kehrten wir zu einem zweiten Frühstück bei Blane's Drive Inn ein, bevor wir nach weiteren 9 Meilen gegen 10 Uhr das Ende der Straße am Waipio Valley Lookout erreichten. Hier hat man eine schöne Aussicht ins Tal und auf die Küste. An der Stichstraße hinunter ins Tal stand ein Schild "Only 4-Wheel-Drive allowed. No AWD allowed." Lust über die Teerstraße mit 25% Gefälle, zu Fuß ins Tal zu laufen, hatten wir keine. Es soll schätzungsweise 30 Minuten bis unten dauern, eine Stunde wieder zurück. Wer will, kann auch eine Jeeptour buchen. Wir hatten ja noch eine Wanderung ins Pololu Valley weiter nördlich geplant. Also fuhren wir zurück auf die 19. Um 10.40 Uhr waren wir in Waimea. Hier machten wir erst mal den Tank wieder voll ($3,67 pro Gallone). Man soll ja nur mit vollem Tank auf den Mauna Kea fahren, und bis Hilo auf der anderen Seite kommt keine Tankstelle mehr. Wir besorgten uns ein Sandwich bei Subway und warfen noch einen kurzen Blick auf die historische Parker Ranch, die größte Ranch der USA, die sich noch in Privatbesitz befindet. Eine Besichtigung soll sich allerdings nicht besonders lohnen.

Um 11 Uhr fuhren wir weiter. Von der 190 ging es auf die berüchtigte Saddle Road (200), die auf dem Sattel zwischen den beiden Vulkanen Mauna Kea und dem Mauna Loa entlangführt. Beide Vulkane sind vom Meeresgrund aus gesehen höher als der Mount Everest. Alamo und Harper erlauben das Befahren der Saddle Road, andere Autovermieter soweit ich weiß nicht. Das erste Stück war geteert, aber teils in schlechtem Zustand und mit einspurigen Brücken, aber eigentlich harmlos. Auf der Strecke hat man wirklich sehr schöne Ausblicke auf verschiedene Vulkankrater, auf den Mauna Loa und über erkaltete Lavalandschaft. Um 12 Uhr bogen wir auf die Mauna Kea Access Road ein. 15 Minuten brauchten wir bis hoch zum Visitor Center. Es wurde schon merklich kühler, und wir zogen uns unsere Jeans und Pullis an. Dann aßen wir unser mitgebrachtes Sandwich. Mindestens eine halbe Stunde soll man sich hier erst mal an die Höhe akklimatisieren. Man sollte auch viel trinken, um der Höhenkrankheit (Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, Atemnot) vorzubeugen. Der Mauna Kea ist 4205 Meter hoch. Vom Meeresspiegel aus innerhalb von zwei Stunden hier hoch ist ganz schön beachtlich. Bevor wir um 12.45 Uhr weiterfuhren, zogen wir uns auch noch unsere winddichten Regenjacken über. Die Straße hat 15% Steigung und ist über 4 Meilen nicht geteert. Aber sie ist gegradet, breit genug für zwei Autos und weitgehend ohne steile Abhänge. 4WD ist "highly recommended", braucht man aber nicht unbedingt, und wir haben auch einige normale PKWs gesehen. Ab dem Visitor Center fährt man allerdings ohne Versicherungsschutz. Die Blicke auf die schneebedeckten Vulkankegel waren toll. Auch den Pu'u O'o konnten wir in der Ferne rauchen sehen. Um 13.15 Uhr waren wir oben. Alles war schneebedeckt und es war fast wolkenfrei. Wir hatten 3 °C und es war nicht sehr windig. Temperaturen unter Null bei eiskaltem Wind sind wohl keine Seltenheit. Wir schauten uns ein wenig um, genossen die Ausblicke (ein paar Snowboarder waren auch unterwegs) und warfen einen Blick ins Teck-Observatorium. Um 14 Uhr machten wir uns auf die Rückfahrt. Auf dem Weg nach unten sollte man in einen niedrigen Gang schalten, damit die Bremsen nicht heißlaufen. Um 15 Uhr erreichten wir wieder die Saddle Road, die auf dem Stück bis Hilo gerade ausgebaut wird. Teer wechselte sich ab mit Schotter, aber alles war glatte Fahrbahn. 10 Tage zuvor gab es nach den Regenfällen wohl noch große Spurrillen. Um 15.30 Uhr waren wir zurück in Hilo.

Da wir über die anscheinend neue Verbindungsstraße zur Mohouli Street die Abfahrt auf den Kaumana Drive verpasst hatten, mussten wir zu den Kaumana Caves wieder ein Stück zurückfahren. Hier geht es über ein paar Stufen hinunter zu einer Lavahöhle. Dann fanden wir zufällig noch die Waiale Falls an der Pihonua Road und besuchten die Peepee Falls mit den Boiling Pots im Wailuku River State Park sowie die herrlichen Rainbow Falls an der Waianuenue Avenue. Leider war es in Hilo bedeckt, so dass die Fotos nicht besonders wirken. Zum Abendessen waren wir im Hilo Bay Café zwischen Wal-Mart und Office Max im Waiakea Shopping Center (an der Prince Kuhio Plaza, Maka'ala Street), wo wir um kurz vor 18 Uhr gerade noch einen freien Tisch bekommen haben. Das Essen war sehr gut (Barbecue Ribs und Baked Potatoe mit Fresh Catch), aber meine Portion war außergewöhnlich klein. Hauptgerichte kosten um $22. Wir zahlten $46 mit Tip. Von 18.30 Uhr bis 19.00 Uhr gab es an diesem Abend eine partielle Mondfinsternis, die wir noch bewundern konnten, als wir zurück zu unserem Hotel fuhren.

Donnerstag, 21.2.: Volcanoes National Park (Kilauea Iki Trail, diverse Overlooks)
Gefahrene Meilen: 155
Wetter: sonnig, spätnachmittags Wolken, 21 °C

Der Blick von unserem Balkon an diesem Morgen war grandios. Ein großer Vollmond hing über dem Mauna Kea. Als die Sonne aufging, verfärbte sich der Berg rosa. Dann fuhr ein Kreuzfahrtschiff vor unserem Zimmer vorbei... Um 8 Uhr machten wir uns auf den Weg. Wir tankten in Hilo noch mal voll ($3,41/Gallone). Auf der Volcano Road (11) ging es zum 29 Meilen entfernten Volcanoes National Park. In 45 Minuten waren wir am Visitor Center. Unser Nationalparkpass vom letzten Jahr war noch gültig, also $10 (bzw. $25 für den Tri Park Annual Pass für alle drei Nationalparks auf Hawaii) gespart. Zunächst erkundigten wir uns, welche Trails womöglich gesperrt sind. Aufgrund des erhöhten Schwefeldioxyd-Ausstoßes des Kilauea-Kraters in den letzten Tagen war der Crater Rim Drive zwischen Jagger Museum und Chain of Craters Road inklusive Halema'uma'u Overlook gesperrt. Aber die Trails, die wir ins Auge gefasst hatten, waren alle offen.

Wir fuhren zum Kilauea Iki Overlook; um 9.20 Uhr liefen wir los. Beim Kilauea Iki Trail handelt es sich um einen Loop von 4 Meilen. Inklusive Abstecher zur Thurston Lava Tube benötigten wir genau 2 Stunden. Wir liefen im Uhrzeigersinn, so war der Aufstieg auf der anderen Seite des Kraters nicht so steil. Der Abstieg und spätere Aufstieg waren noch recht kühl, da große Teile des Weges im Schatten lagen. Unten im Krater wurde es allerdings schon warm, hier gibt es auch keinerlei Schatten. Aus zahlreichen Lavaspalten stieg heißer Wasserdampf auf, das war schon imposant. Beim Ausbruch des Kilauea Ikis 1959 erreichten die Lavafontänen eine Höhe von 580 Metern! Als wir gegen 11.30 Uhr wieder am Parkplatz der Thurston Lava Tube vorbeikamen, war dieser komplett belegt. Gut, dass wir früh dran waren. Mit Taschenlampe kann man auch noch ein Stück den unbeleuchteten Teil der Lavaröhre erkunden.

Wir fuhren noch zum Pu'u Pua'i Overlook und liefen dort den kurzen Devastation Trail (0,5 Meilen one-way). Dann fuhren wir auf die Chain of Craters Road und bogen auf die Hilina Pali Road zum Overlook ab (9 Meilen one-way). Auf der einspurigen Straße herrschte fast kein Verkehr. Zu sehen gibt es interessante Lavaformationen und Vegetation und einen Ausblick über die Küste. Um 13 Uhr waren wir wieder zurück. Wir verließen den Park und fuhren ins Lava Rock Café im Volcano Village zum Mittagessen. Das war gut und günstig. Hauptgerichte gibt es um $9. Wir nahmen den frischen Fisch: Ahi (yellowfin tuna).

Um 14.30 Uhr machten wir uns wieder auf den Weg. Es ging zurück in den Nationalpark, wo wir die Aussichtspunkte zu den Steam Vents und den Kilauea Overlook abfuhren und den kurzen Weg zu den Sulphur Banks liefen. Dann verließen wir den Park wieder, fuhren auf der 11 ein Stück nach links und bogen rechts in die Mauna Loa Access Road ein. Wir fuhren zu den Tree Molds (hier sieht man Lavabaumstümpfe, wo Bäume von der Lava umschlossen wurden) und liefen den Kipuka Puaulu (Bird Park) Trail. Es war 16 Uhr. Für den Rundweg von einer Meile brauchten wir 30 Minuten. Diesen Trail fanden wir aber nicht besonders interessant. Man läuft nur durch Wald. Immerhin liefen uns ein paar Fasane über den Weg (Kalij Pheasant). Andere Vögel haben wir keine gesehen, nur gehört. Anschließend fuhren wir noch die 10 Meilen hoch bis zum Ende der Straße am 2031m hoch gelegenen Mauna Loa Overlook, von dem man einen Blick hinunter auf die Kilauea Caldera hat. Hier oben waren es 15 °C. Inzwischen war es 17 Uhr. Um 18.15 Uhr waren wir zurück in Hilo. Zum Abendessen besorgten wir uns etwas im Supermarkt.

Freitag, 22.2.: Volcanoes National Park (Napau Trail, Chain of Craters Road)
Gefahrene Meilen: 104
Wetter: sonnig, nur am frühen Nachmittag bewölkt, 22 °C

Um 8.15 Uhr machten wir uns auf Weg, wieder in den Volcanoes NP. Im Visitor Center besorgten wir uns zunächst ein kostenloses Permit für den Napau Trail. Dann ging es bis zum Mauna Ulu Parkplatz an der Chain of Craters Road. Um 9.40 Uhr liefen wir los. Eine knappe Dreiviertelstunde waren wir bis zum Aussichtspunkt auf dem bewaldeten Pu'u Huluhulu unterwegs. Die letzten 5 Minuten ging es hoch zum Kraterrand. Leider war es an diesem Tag sehr diesig, so dass wir den rauchenden Pu'u O'o fast nicht erkennen konnten. Aber man hatte schöne Blicke auf den Mauna Loa und Mauna Kea. Weiter ging es quer über die erkaltete Lava mit wirklich tollen Formationen. Nach insgesamt 1,5 Stunden Fußmarsch erreichten wir einen weiteren Krater auf einem Hügel, wo der Trail durch Wolken von Wasserdampf führte. Ein absolutes Highlight! Wir liefen noch bis zum Makaopuhi Crater, der durch seine Größe und Tiefe sehr imposant war, und ab hier durch Regenwald (ein totaler Kontrast) bis zur Kreuzung mit dem Naulu Trail.

Bis dorthin waren wir 2,5 Stunden unterwegs. Bis zum Napau Crater mit Blick auf den Pu'u O'o wären es noch mal 2 Meilen gewesen, aber wir waren ja schon 4 Meilen gelaufen! Den Rückweg schafften wir in 1 Stunde, 45 Minuten; irgendwann wollten wir einfach nur noch ankommen. Der Trail verläuft weitgehend ohne nennenswerte Höhenunterschiede, aber allein durch seine Länge war er recht anstrengend. Es wehte meist ein angenehmer Wind, außerdem war es auf dem Rückweg bedeckt. Insgesamt liefen wir 8 Meilen in 4,5 Stunden. Um 14.10 Uhr waren wir wieder am Parkplatz.

Dann ging es weiter auf der Chain of Craters Road bis hinunter zum Meer. Unterwegs gibt es noch ein paar Aussichtspunkte, wo man die ehemaligen Lavaströme erkennen kann, die sich in verschiedenen Jahren bis zur Küste hinunter ergossen. Die Straße fanden wir recht imposant. In 20 Minuten waren wir am Parkplatz am Holei Sea Arch (leider im Gegenlicht). Bis hierhin kann man fahren; dann läuft man noch 2,5 Kilometer die Straße entlang bis zu der Stelle, an der sie von der Lava überflossen wurde. Hier unten war es trotz der Nähe zum Meer ziemlich heiß und schwül. Bis zum letzten Juni konnte man ab hier 3 Meilen über die erkaltete Lava laufen, bis zu der Stelle, an der noch glühende Lava ins Meer floss. Dies muss vor allem im Dunkeln sehr imposant aber auch anstrengend und gefährlich gewesen sein. Nur wenige Tage vor unserem Rückflug gab es wieder einen neuen Lavastrom von der Kalapana-Seite aus.

Für den Pu'uloa Petroglypth Trail (1,5 km, one-way) hatten wir dann keine Energie mehr. In der Gegend um den Holei Sea Arch haben wir mehrere Walen blasen und breachen gesehen, und einer tauchte ganz in der Nähe vom Ufer, wobei man die Schwanzflosse sah! Um 15.45 Uhr machten wir uns auf die Rückfahrt. Es gab ein frühes Abendessen im Lava Rock Café im Volcano Village (Burger und frischer Fisch sowie zwei Colas für $24 plus Tip).

Samstag, 23.2.: Rainbow Falls, Rundfahrt Puna District (Lava Trees State Park, Schnorcheln in den Kapoho Tide Pools, Kaimu/Kalapana Beach)
Gefahrene Meilen: 106
Wetter: sonnig, kaum Wolken, am späten Nachmittag bewölkt, 27 °C

Um 8.30 Uhr fuhren wir los und bogen schon bald in die Waianuenue Avenue ein. Die Rainbow Falls wollten wir noch mal bei Sonnenschein sehen. Ein Regenbogen war trotzdem nicht zu entdecken. Dann machten wir uns auf die Rundfahrt durch den Puna District südlich von Hilo. Von der 11 bogen wir auf die 130 ab. Hinter Pahoa ging es dann nach Kapoho auf die 132. Schon bald erreichten wir den Lava Tree State Park (wie offensichtlich alle State Parks auf Hawaii kostenlos). Hier liefen wir einen 20minütigen Rundweg durch von der Lava versteinerte Baumstämme. Wir erreichten eine Kreuzung, wo es geradeaus auf einer Schotterstraße weiterging bis zu einem Parkplatz am Meer. Rechts geht es auf die 137, die Kaimu-Kapoho Road, und am Milemarker 9 nach links in die Kapoho Kai Road. Dann immer den Schildern folgen bis zu den Kapoho Tide Pools bzw. Wai'opae Ponds. Hier gibt es einen kleinen Parkplatz, wo wir bei unserer Ankunft noch ausreichend Plätze vorfanden. Bei unserer Abfahrt mittags war der Parkplatz dann voll. Trotz des Samstags war an den Pools recht wenig los. Aufgrund irgendwelcher Bakterien sollte man hier nicht mit offenen Wunden baden. Wir blieben gut 1,5 Stunden. Hier konnte man die Fische schon vom Ufer aus sehen. Das Wasser war herrlich klar; viele bunte Fische (Moorish Idols, Butterflyfish, Yellow Tangs,...) schwammen einem direkt vor der Nase herum. Wirklich schade, dass wir keine Unterwasserkamera hatten, hier hätte man wunderschöne Aufnahmen machen können! Auf den felsigen Lavasteinen braucht man unbedingt Badeschuhe. Mit diesen sind wir hier auch geschwommen statt der Flossen; es gibt ja keine Strömung. Wir waren in den Pools ganz rechts (also südlich) vom Parkplatz. Alternativ könnte man im Ahalanui Park zwei Meilen weiter südlich Schnorcheln, wo es auch Facilities (Lifeguard, Toiletten, etc.) gibt. Hierbei soll es sich um einen auf 30 °C vulkanisch aufgeheizten Pool handeln.

Um 12.15 Uhr machten wir uns wieder auf den Weg. Die Straße führte durch tropische Vegetation an der Küste entlang. Eine Stunde später erreichten wir den kleinen Parkplatz von Kalapana und bestellten 2 Burger und Colas ($20) im Kalapana Village Café, wo man nett draußen sitzen konnte. Nach dem Essen liefen wir 1 Meile (one-way; 10 Minuten) zum Kaimu Beach, einem schwarzen Sandstrand, der wunderschön gewesen sein muss, als hier noch Palmen standen - bis die Lava kam. Ein neuer Palmenhain wurde inzwischen angepflanzt. Anfang März 2008 hat ein neuer Lavafluss bei Kalapana das Meer erreicht, und es wurde ein neuer Aussichtspunkt eingerichtet, so dass man nur noch eine halbe Meile über die Lavafelder laufen muss, um die glühende Lava ins Meer fließen zu sehen. Hier waren wir leider zwei Wochen zu früh dran.

Wir fuhren wieder auf die 130, die Pahoa-Kalapana Road und kamen schon bald an der hübschen Star of the Sea Church vorbei, deren Innenraum wunderschön bemalt ist. Dann ging es wieder auf der 11 nach Hilo, wo wir auf die 19 (Kalanianaole Avenue) einbogen. Wir fuhren am Leleiwi Beach Park vorbei, wo man auch mit Schildkröten Schnorcheln können soll. Um 15.30 Uhr waren wir wieder am Hotel.

An unserem Auto war unterwegs die Warnmeldung "Change Engine Oil Soon" aufgeleuchtet, also machten wir uns noch auf den Weg zu Alamo am Flughafen, dieser war immerhin nur zwei Meilen entfernt. Da diesmal kein Midsize SUV mehr zur Verfügung stand, bekamen wir einen Chevy Trailblazer zugewiesen, wieder in weiß. Vor unserem Hotel sahen wir am Abend noch eine Meeresschildkröte im Wasser.

Sonntag, 24.2.: Highway 11 von Hilo nach Kona (Punaluu Black Sand Beach, South Point), Schnorcheln am Kahalu'u Beach
Gefahrene Meilen: 161
Wetter: sonnig, kaum Wolken, 28 °C

Wieder ging es auf dem Highway 11 Richtung Volcanoes NP. Diesmal fuhren wir allerdings daran vorbei. Um 9.30 Uhr erreichten wir den Punaluu Black Sand Beach. Unser Auto mit dem Gepäck stand in Sichtweite des Strandes. Und auf dem schwarzen Sand lagen tatsächlich vier große Meeresschildkröten! Zu nah soll man nicht rangehen, um die Tiere nicht zu stören, da ist ein Teleobjektiv viel wert. Dieses Erlebnis war jedenfalls wieder ein echtes Highlight. Wir rissen uns von dem Anblick los, und weiter ging's. Bald schon kam der Abzweig zum South Point. Auf dieser 12-Meilen-langen Stichstraße fährt man auf eigenes Risiko. Die Straße ist zwar in der zweiten Hälfte nur einspurig und in keinem besonders guten Zustand, aber sie ist geteert. An der Gabelung muss man sich rechts halten, um zum South Point zu gelangen. Die Straße endet an einem ungeteerten Parkplatz mit Blick auf die Klippen. Um 10.30 Uhr waren wir dort. Links kann man noch eine lehmige, zum Teil mit Gras bewachsene Dirt Road ein kurzes Stück weiterfahren, bis man zum eigentlichen Ende kommt, wo wir eine tolle Brandung in türkis, blau, weiß erlebten.

Dann ging es zurück auf den Highway 11, und um 12.45 Uhr waren wir in unserem Hotel in Kona. Leider sollte unser Zimmer erst um 15 Uhr fertig sein. Wir ließen unser Gepäck im Hotel und fuhren erst mal ins Hard Rock Café (im Coconut Grove Market Place) zum Mittagessen. Wir bekamen noch einen Platz auf der Terrasse im 1. Stock mit Meerblick. Mit 10% AAA Discount zahlten wir $42 plus Tip. Anschließend war auch unser Zimmer fertig. Das Kona Seaside Hotel hat uns recht gut gefallen. Wir hatten ein großes Zimmer mit zwei Betten im Garden Wing im Erdgeschoss. Das Hotel hat zwei Pools (aber wozu braucht man einen Pool, wenn man tolle Schnorchelstrände hat?), einen zwischen Parkplatz und Hauptgebäude (Tower Wing) und einen im Pool Wing. Vom letzteren hat man einen direkten Zugang auf die Uferpromenade im Zentrum von Kona. Gezahlt haben wir $88 plus Tax plus $6 Parkgebühr pro Nacht. Wir fuhren noch zum Kahalu'u Beach Park, einer kleinen vor der Brandung geschützten Bucht (mit Lifeguard und Facilities), wo man sehr schön Schnorcheln konnte, inmitten von bunten Fischschwärmen und mit Meeresschildkröten. Anschließend liefen wir noch ein wenig durchs Zentrum von Kona, das zwar recht touristisch war, aber nett anzuschauen, mit einigen Restaurants mit Meerblick. Den Sonnenuntergang um 18.30 Uhr ließen wir uns nicht entgehen.

Montag, 25.2.: Tour durch den Norden: Kohala Mountains, Wanderung im Pololu Valley, Kapa'au, Schnorcheln am Spencer Beach
Gefahrene Meilen: 133
Wetter: vormittags teilweise bewölkt, nachmittags sonnig, 27 °C

Mit Pastries von Safeway und Kaffee von Starbucks (beides am Crossroads Shopping Center) machten wir uns heute auf den Weg. Um 9.30 Uhr waren wir abermals in Waimea, diesmal aus der anderen Richtung kommend, dann ging es nach Norden über die Kohala Mountains. Heute vormittag war es ziemlich bewölkt. Um 10.30 Uhr erreichten wir über Kapa'au den Polulu Valley Lookout. In diesem Moment kam auch gerade die Sonne raus, was will man mehr?! Die Wanderschuhe an, und los ging's. Für den Weg hinunter ins Tal brauchten wir nur 15 Minuten, doch wir mochten noch gar nicht an den Aufstieg denken; es war ziemlich steil und die Sonne brannte. Der Weg war lehmig und steinig, aber trocken; sicher sehr glitschig bei Regen. Wir liefen über den steinigen Strand, dann ging es auf der anderen Seite wieder nach oben, über einen schmalen, schattigen und teils glitschigen Pfad. Wir passierten ein Gatter, dann ging es oben noch ein Stück in der Sonne weiter, bis wir den Aussichtspunkt ins Nachbartal, das Honokanenui Valley, erreicht hatten. Nach insgesamt 1 Stunde 10 Minuten waren wir dort. Nachdem wir unsere Fotos gemacht hatten, schlug das Wetter um. Immerhin war der Anstieg auf der anderen Seite bei bewölktem Himmel nicht ganz so anstrengend. Schweißtreibend war er trotzdem, aber nach 20 Minuten hatten wir es auch geschafft.

Um 12.45 Uhr machten wir uns wieder auf den Weg nach Kapa'au. Hier steht die Originalstatue von Kamehameha. Über das Hippieörtchen Hawi erreichten wir nach einer Stunde den Spencer Beach Park. Dieser ist, wie wir feststellen mussten, nur von Süden ausgeschildert. Von Norden geht es kurz vor der Kreuzung mit der 19 geht rechts rein (Shoreline Public Access). Der Spencer Beach ist ein schöner kleiner Sandstrand, wo nicht viel los war, mit einigen Schattenplätzen und Sitzbänken mit Holztischen. Das Schnorchelerlebnis war dagegen eher enttäuschend. Auf der linken Seite ist ein kleines Riff. Die Sicht war aber trübe und es gab nur wenige Fische, dafür aber schöne Korallen, wobei man aufpassen musste, dass man nicht davor schwimmt.

Um 15.30 Uhr brachen wir wieder auf. Wir schauten noch am Mauna Kea Beach vorbei (an der 19: Shoreline Public Access). Der Parkplatz befindet sich am Mauna Kea Hotel. Es ist ein schöner größerer Sandstrand mit Liegen für die Hotelgäste, ansonsten kein Schatten. Wir beschlossen weiterzufahren. Die 19 verläuft durch große Lavafelder. Hier findet jährlich der Ironman-Marathon statt. Um 17 Uhr waren wir wieder in Kona. Zum Abendessen gingen wir ins Kona Inn Café + Grill. Hier sitzt man auf der Terrasse direkt am Meer. Es gab Fresh Spearfish und Beer-Battered Mahi sowie einen Pina Colada und einen Mai Tai ($46 plus Tip). Die Fackeln wurden gerade angezündet und die Sonne ging unter - einfach nur schön!

Dienstag, 26.2.: St. Benedict's Painted Church, Puuhonua o Honaunau (Kultstätte und Schnorcheln), Kealakekua Bay mit Captain Cook Monument, Kaloko-Honokohau National Historic Park
Gefahrene Meilen: 78
Wetter: größtenteils sonnig, aber sehr diesig, 27 °C

Nach einem erneuten Frühstück von Safeway und Starbucks (kleiner Café Latte $3,20) fuhren wir um 8.30 Uhr auf dem Highway 11 nach Süden bis zum Abzweig nach Puuhonua o Honaunau. Nun ging es hinunter zur Küste. Zunächst folgten wir noch dem Abzweig zur St. Benedict's Painted Church. Um 9.30 Uhr erreichten wir den Place of Refuge, die Kultstätte der alten Hawaiianer: Puuhonua o Honaunau. Wir besuchten zunächst die Zufluchtsstätte ($5 pro Auto oder National Parks Pass bzw. Tri Park Annual Pass), dann nahmen wir unsere Badesachen und liefen das kurze Stück zur Schnorchelbucht. Dort gibt es auch noch einen kleinen kostenpflichtigen Parkplatz; keine Facilities. Der kleine Strand bestand aus ein paar Lavafelsen mit Blick auf die Place of Refuge. Wir gingen kurz Schnorcheln (am besten geht man an der Bootsrampe ins Wasser), aber aufgrund der teils hohen Wellen (High Surf Warning) haben wir uns nicht so wohl dabei gefühlt. Es gab aber einige schöne Fische zu sehen, Volker sah auch eine Schildkröte, aber es war nicht so schön wie am Kahalu'u Beach, wo wir am Sonntag waren. Leider hat sich Volker am Lavastrand noch den Fuß aufgeschnitten, so dass wir befürchten mussten, bei den Wanderungen und beim Schnorcheln kürzer treten zu müssen. Da blieb erst mal nur die Hoffnung, dass es schnell verheilt. Immerhin hatten wir Pflaster dabei. Als wir um 11.30 Uhr zum Auto zurückkamen, war der Parkplatz voll.

Wir fuhren weiter zum Napoopoo Beach an der Kealakekua Bay mit Blick von weitem auf das Captain Cook Monument. Dieser ging hier 1779 an Land, wurde von den Hawaiianern zunächst als Gott verehrt, aber dann aufgrund von Streitigkeiten in dieser Bucht getötet. Die Bucht soll eins der schönsten Schnorchelreviere von Hawaii sein, das aber nur per Boot, Kayak oder auf einer längeren Wanderung zugänglich ist. In der Bucht sollen auch Spinner Dolphins leben, aber als wir dort waren, herrschte starke Brandung und wir konnten nur die brechenden Wellen beobachten.

Wir fuhren zurück nach Kona und nahmen ein spätes Mittagessen im Kona Canoe Club Restaurant an der Waterfront zu uns (Burger und Sandwich mit 2 Colas für $26 plus Tip).

Gegen 15 Uhr fuhren wir zum Honokohau Harbor drei Meilen nördlich von Kona. Wenn man am Hafen rechts fährt (Shoreline Public Access), kommt man zu einem "Seiteneingang" des Kaloko-Honokohau National Historic Park. Hier gibt es einige Wanderwege zu alten Fischteichen und hawaiianischen Kultstätten. Über einen fünfminütigen Fußweg (am Abzweig links) gelangt man zu einer geschützten Bucht mit kleinem Sandstrand, in der man mit Schildkröten Schnorcheln kann. Hier sollen auch viele Schildkröten an den Strand kommen. Wir haben allerdings nur eine im Wasser gesehen, wahrscheinlich war das Meer heute zu unruhig.

Gegen 19 Uhr brachen wir noch einmal auf zum Sheraton Keauhou Bay Resort am Südende von Kona, um Mantarochen zu sehen. Im Hotel gibt es eine Viewing Area, wo starke Scheinwerfer ins Meer hineinleuchten. Doch leider war die Aussichtsplattform wegen High Surf geschlossen. Die Brecher spritzten bis zum Geländer hoch. Das Sheraton ist aber eine imposante Hotelanlage mit schöner Poollandschaft.

Mittwoch, 27.2.: Flug nach Maui (Kahului); Big Beach
Gefahrene Meilen: 40
Wetter: sonnig, aber diesig, 28 °C

Um 10.30 Uhr fuhren wir los zum Flughafen im Norden von Kona. Aufgrund des Staus an der Baustelle aus Kona raus brauchten wir für die 8 Meilen 30 Minuten. Es folgte das übliche Prozedere: Abgabe des Mietwagens bei Alamo, Shuttle zum Flughafengebäude, Check-in am Aloha-Schalter (kein Automat!), Security. 20 Minuten später waren wir im Boardingbereich. Dort wurden wir dann von einer Hula-Band und zwei singenden Tänzerinnen empfangen: Urlaubsfeeling pur! Der Wartebereich war unter freiem Himmel mit ein paar kleinen Hütten. Aloha hatte Open Seating, also versuchten wir beim Boarden möglichst weit vorne in die Schlange zu kommen. Immerhin hatten wir Zone 3 auf unseren Bordkarten. Zone 1 und 2 waren die Priority-Passagiere. Dann kam Zone 4-5. Es waren aber noch genug Fensterplätze frei, die Maschine war nur zur Hälfte voll. Wir wählten rechts. Um 13.35 Uhr hoben wir überpünktlich ab. Wir konnten den Mauna Kea noch mal sehen, und den Haleakala umringt von Wolken, sowie Kihei von oben. Ich konnte auch einige Wale von oben erkennen.

Um 14 Uhr landeten wir bereits in Kahului auf Maui. Kurz vor 15 Uhr waren wir dann bei Alamo raus. In Kahului hat Alamo eine Choiceline für Midsize SUV. Die Modellauswahl war jedoch nicht besonders groß. Wir wählten einen Pontiac Torrent in dunkelgrau mit schwarzen Ledersitzen. Bis Kihei waren es 9 Meilen. Auf der Küstenstraße durch Kihei war viel Verkehr. Wir hatten ein Condo im Maui Vista Resort gebucht. Wir bekamen Ocean View, obwohl wir nur Garden View gebucht hatten. Zwischen dem Meer und der Ferienanlage lagen aber noch eine Straße und Bäume. Die Wohnungen werden zentral vermietet, haben aber unterschiedliche Eigentümer. Dementsprechend sind sie wohl mal besser mal schlechter in Schuss. Unsere Wohnung war etwas altmodisch/lieblos eingerichtet, aber sie war zweckmäßig, sauber und groß. Wir hatten eine komplett eingerichtete Küchenzeile mit Spülmaschine, Waschmaschine und Trockner sowie ein separates Bad und Schlafzimmer mit Queen Bed. Wir zahlten $120 pro Nacht plus Tax. Die Anlage besitzt auch einen kleinen Pool an der Straße. Am Pool vorbei läuft man über die Straße in zwei Minuten bis zum Charlie Young Beach. Wir fuhren zum Einkaufen ins Foodland um die Ecke.

Dann machten wir uns noch auf zum Makena Big Beach, einem schönen großen Sandstrand ganz im Süden kurz bevor die Straße in eine Dirt Road übergeht. Über diese kommt man noch bis zur La Perouse Bay, die ein herrliches Schnorchelrevier sein soll. Dorthin haben wir es aber nicht mehr geschafft. Vom Big Beach konnten wir einige Wale in der Ferne breachen sehen. Die Sonne ging heute als roter Ball unter, es war aber sehr diesig mit Wolken am Horizont.

Donnerstag, 28.2.: Road to Hana, Pipiwai Trail zu den Waimoku Falls
Gefahrene Meilen: 163
Wetter: teils bewölkt, teils sonnig, 23 °C

Um 7 Uhr machten wir uns bereits auf den Weg, denn es sollte auf die Road to Hana gehen. Diese Straße zieht sich in über 600 Kurven und über viele einspurige Brücken die Ostküste Mauis entlang. Wir fuhren durch Paia, ein nettes altes Surferörtchen und schauten vom Hookipa Lookout aus ein paar Surfern zu, die sich bereits am frühen Morgen auf die Bretter wagten. Große Wellen gab es jedoch nicht. Dann wurde die Straße schnell enger. Für einen Moment drohten dunkle Wolken und ein paar Regentropfen, aber das verzog sich dann doch wieder sehr schnell. Am Garden of Eden, einem "Drive through Botanical Garden" ($10 pro Person) und am Keanae Arboretum (kostenlos) am Milemarker 16 fuhren wir vorbei. Dann bogen wir in die Stichstraße zur Keanae Peninsula ab, wo wir ein paar schöne Ausblicke auf die Brandung hatten. Zwischen Meile 18 und 19 war ein nur von der Gegenseite beschilderter Abzweig nach Wailua. Hier geht es zur Coral Miracle Church (auf der linken Straßenseite, man muss schon genau hinschauen, da sie etwas zurückversetzt liegt). Wir hielten noch auf einen Kaffee und ein süßes Bananenbrot an einem kleinen Straßencafé bei Nahiku und am Waianapanapa State Park, wo es einen kurzen Trail zu einer Höhle gibt, einen Blick auf einen Sea Arch und einen Küstentrail, der sehr schön sein soll, der Waianapanapa-Hana Trail. Dann erreichten wir Hana.

An der Hana Police Station am Ortseingang fuhren wir nach links, dann immer geradeaus bis ans Ende der Uakea Road. Vor dem Hotelparkplatz kann man auf der linken Straßenseite parken. Um 10.20 Uhr waren wir dort. Wir wollten zum Red Beach. An einem gelben Tor mit grünem Country Parks Schild liefen wir quer über eine Wiese, dann geht rechts ein Trampelpfad rein. Man kommt an einem alten japanischen Friedhof linkerhand vorbei, bevor es über einen steilen (bei Nässe sicher rutschigen) Pfad zum Strand hinunter geht. Danach geht es wieder nach oben, ein Teil des ursprünglichen Weges ist abgebrochen, bis man um einen Felsvorsprung herum einen Blick auf den roten Sandstrand hat. Wer will, kann auch baden und hat den kleinen Strand sicher für sich. Der Weg dorthin ist nicht weit, aber nicht ganz ungefährlich. Wir warfen natürlich noch einen Blick in den Hasegawa General Store, bevor wir den Parkplatz an den Seven Pools / Oheo Gulch erreichten ($10 oder Nationalparkpass; der Eintritt für den Haleakala ist für die nächsten Tage hier auch noch gültig, oder umgekehrt). Trotz Volkers verletztem Fuß wollten wir uns auf die 3,8-Meilen-Wanderung zu den Waimoku Falls machen (Pipiwai Trail). Man muss 270 Höhenmeter überwinden, die Steigung ist jedoch moderat, und der Weg ist meist schattig. Wir brauchten eine Stunde hin, 45 Minuten zurück. Mit Pflaster und dicken Socken war es auch für Volker ok. Mücken hatten wir keine. Unterwegs kommt man durch einen eindrucksvollen Bambuswald, das hat sich auf jeden Fall gelohnt. Der Weg endet unterhalb eines schmalen 120m hohen Wasserfalls. Zurück am Parkplatz hätte man in den Seven Pools noch Baden können, das soll aber immer sehr überlaufen sein.

Wir fuhren weiter bis kurz hinter den Milemarker 41, dann ging es an einem grünen Pfosten mit einem Schild zur Palapala Ho’omau Church links rein. Auf dem Friedhof neben der Kirche befindet sich das Grab von Charles Lindbergh. Lindberghs Haus soll sich eine halbe Meile weiter auf dem Highway entlang auf der Meerseite befinden, aber wir haben es nicht gefunden. Wir fuhren noch bis zu der Stelle an der der Piilani Highway aufgrund eines Erdbebens zur Zeit gesperrt ist. Ansonsten hätte man die Möglichkeit, die Insel zu umrunden, aber da die Straße zum Teil sehr schmal und nicht durchgängig geteert ist, ist die Weiterfahrt für Mietwagen nicht erlaubt. Um 15 Uhr machten wir uns auf die Rückfahrt über die lange Kurvenstrecke. Wir hielten noch mal an dem Café bei Nahiku und fuhren dann die 3 Meilen lange Stichstraße nach Nahiku hinunter, die allerdings nicht ausgeschildert ist (ca. MM25 an einem Stoppschild). Die Straße ist sehr schmal, man fährt durch schönen Regenwald und an einigen Häusern vorbei, bis sie auf einem kleinen Parkplatz am Meer endet mit schönem Blick auf die Road to Hana. Aber eigentlich haben wir hier nichts Neues gesehen. Gegen 18 Uhr waren wir wieder in Paia. Zurück in Kihei fuhren wir noch zum Einkaufen fürs Abendessen.

Freitag, 29.2.: Sonnenaufgang auf dem Haleakala, Sliding Sands Trail, Makawao
Gefahrene Meilen: 125
Wetter: größtenteils sonnig, 28 °C

Heute Nacht ging der Wecker schon um 3.30 Uhr. Um 4.15 Uhr machten wir uns bei sternenklarem Himmel auf den Weg. Wir wollten den Sonnenaufgang auf dem Haleakala (3055 m) erleben ($10 pro Auto oder Nationalparkpass). Von Kihei bis zum Parkplatz am Visitor Center brauchten wir 1,5 Stunden. Wir waren eins der ersten Autos dort. Es war 5.45 Uhr, die Temperaturen betrugen 6 °C, und am Himmel zeigte sich bereits der erste rote Streifen. Das Farbenspiel wurde immer intensiver, bis um 6.40 Uhr die Sonne aufging (20 Minuten früher als unten an der Küste). Den Krater vor uns sah man im Dunkeln erst überhaupt nicht. Unter uns Richtung Ostküste hingen aber Wolken, was zu sehr schönen Effekten führte. Auf jeden Fall hatten wir Glück, dass der Krater wolkenfrei war. Wenn man Pech hat, fährt man hoch und steht mitten in den Wolken. Von hier oben konnten wir sogar den Mauna Kea auf Big Island sehen. Der Haleakala gilt als der größte schlafende Vulkan der Welt.

Um 7.30 Uhr starteten wir auf dem Sliding Sands Trail bis zum Ka Lu'u o Ka O'o Krater. Der Trailhead befindet sich direkt am Parkplatz vom Visitor Center. Nach 1 Stunde 15 Minuten waren wir unten, 1 Stunde 45 Minuten benötigten wir für den Rückweg. Vor dem Aufstieg hatte ich gehörigen Respekt, denn es ging 475 Höhenmeter nach oben bei dünner Luft auf 3000 Meter Höhe. Aber mit der Höhenluft hatten wir zum Glück keine Probleme. Ich fand den Aufstieg sogar ziemlich ok, obwohl ich gar nicht gerne bergauf laufe, aber der Anstieg war doch relativ moderat. Der staubige Pfad war gut zu gehen. Der Trail endete am Rand des Ka Lu'u o Ka O'o Kraters, in den man dann noch einen Blick werfen kann. Hin- und zurück waren es insgesamt 5 Meilen. Der Nachteil der morgendlichen Wanderung war, dass wir auf dem Weg nach unten Gegenlicht hatten. Zum Fotografieren ist der Nachmittag eher zu empfehlen. Dafür war die Luft morgens noch sehr kühl. Hier oben brennt die Sonne aber trotzdem ganz schön. Lange Hose und Pulli sowie eine wind- und regendichte Jacke sind aber auf jeden Fall nicht verkehrt, da das Wetter auch schnell umschlagen kann. Auf dem Trail war nicht viel los. Als wir gerade wieder oben waren, machte sich noch eine Reitergruppe auf den Weg nach unten. Letztendlich mussten wir sagen, dass man auf der Wanderung eigentlich nicht viel mehr sieht, als von den Aussichtspunkten oben. Trotzdem hat man sehr schöne Ausblicke aus verschiedenen Perspektiven mit tollen Farben, und nach knapp einer Stunde bekamen wir auch eine ganze Reihe Silberschwerter zu Gesicht.

Wir fuhren noch zum eigentlichen Gipfel mit den Observatorien. Hier kann man auch ein paar Silberschwerter sehen. Zum Schluss hielten wir noch am Kalahaku Overlook. Um 11.30 Uhr machten wir uns auf die Rückfahrt. Mittlerweile waren es 12 °C und der Halekala war von einem Wolkenband umringt. Auf der Fahrt nach unten fuhren wir kurz durch die Wolkenschicht. Unten schien wieder die Sonne. Wir fuhren nach Makawao, ein Örtchen im Westernstil, und fanden dort ein nettes Café-Restaurant, "Café del Sol", mit leckeren Salaten und Sandwiches ($25 plus Tip für zwei Gerichte und zwei Colas). Anders als man es sonst in den USA gewohnt ist, war der Service hier ziemlich langsam, dafür konnte man unter den Bäumen im Innenhof nett sitzen.

Dann ging es zurück nach Kihei. Gegen 16.30 Uhr machten wir uns noch mal auf den Weg und fuhren zum McGregor Point auf der Straße Richtung Lahaina, wo man gut Wale vom Ufer aus beobachten kann. Wir schauten noch am Hafen von Ma'alaea vorbei, um unsere Whale-Watching-Tour bei der Pacific Whale Foundation für den nächsten Morgen zu bestätigen. Zum Abschluss gab es einen schönen Sonnenuntergang am Charley Young Beach in Kihei.

Samstag, 1.3.: Whale Watching Tour, Lahaina, Schnorcheln in der Napili Bay, Umrundung West-Mauis, Iao Valley
Gefahrene Meilen: 85
Wetter: vormittags sonnig, nachmittags teilweise bewölkt, 28 °C

Der Wecker ging um 6 Uhr früh. Um 6.45 Uhr fuhren wir los. 20 Minuten brauchten wir bis Ma'alaea. Um 7.15 Uhr war Check-in bei der Pacific Whale Foundation (die auch Touren ab Lahaina anbietet). Die Whale-Watching-Tour sollte zwei Stunden dauern für $34 pro Person. Wir fuhren mit der Ocean Intrique, einem kleinen Katamaran. Die Pacific Whale Foundation hat auch schönere Boote, aber wir wollten vormittags ab Ma'alaea fahren, da war dies die einzige Option. Um 8 Uhr ging es los. Die Wale waren überall, man wusste gar nicht, wohin man zuerst schauen sollte. Das Boot brauchte gar nicht weit aus dem Hafen rauszufahren, und das Wasser war fast spiegelglatt. Wir sahen fast alles, was es an Walverhaltensweisen so zu sehen gibt: Blow, Peduncle Arch, Fluke up Dive, Pec Slap. Breaching sahen wir leider nur von weiter entfernt, und als wir gerade wieder in den Hafen einliefen, sahen wir noch einen Peduncle Throw, wobei der Wal mit dem hinteren Teil des Körpers aus dem Wasser kommt, und die Schwanzflosse mit voller Wucht auf das Wasser klatschen lässt. Imposant! Insgesamt sollen sich im Februar/März 7000 bis 10000 Buckelwale um Hawaii aufhalten. Eindrucksvoll war auch der Walgesang, den wir über Hydrophones zu hören bekamen. Man glaubt gar nicht, was da unten los zu sein scheint!!

Nach der Bootstour fuhren wir auf der Küstenstraße weiter nach Lahaina, einem hübschen Örtchen im alten Stil. Von 11 bis 12 Uhr parkten wir am Old Lahaina Center auf einem 1 Hour Customer Parking auf der linken Seite. Von wem man da Kunde sein musste, war nicht so ganz klar. Jedenfalls konnten wir problemlos wieder rausfahren. Ansonsten soll Parken in Lahaina sehr teuer sein. Wir gingen erst mal ins Foodland und ließen uns frische Roastbeef-Sandwiches machen (sehr lecker!). Nebenan gab's dann einen Kaffee bei Starbucks. Dann liefen wir noch bis zum Pioneer Inn und zum anscheinend größten Banyan Tree der USA.

Dann fuhren wir an den Bettenburgen nördlich von Lahaina (Kaanapali) vorbei. In Napili bogen wir links Richtung Küste ab und haben noch mal aufgetankt ($3,91 die Gallone). Zwischen den beiden Hotels Napili Shores und Napili Surf befindet sich eine kleine Stichstraße (Napili Place), wo man parken kann. Von hier kommt man zum Napili Beach (Toiletten zum Umkleiden sind allerdings auf der anderen Strandseite). Wir liefen links einen schmalen Pfad am Ufer entlang und gelangten über einen Felsenabschnitt zur kleinen Napili Bay, einer schönen, ruhigen Schnorchelbucht. Hier befinden sich auch ein paar nette kleine Hotelanlagen mit Blick aufs Meer. Man soll hier auch mit Schildkröten Schnorcheln können, aber ich habe nur eine von weitem gesehen. Hier gibt es aber auch ein sehr schönes Riff, allerdings habe ich nicht so viele Fische gesehen, und das Wasser war leicht trübe. Von weitem konnten wir Wale beim Breachen sehen.

Um 14 Uhr machten wir uns wieder auf den Weg. Nun ging es an die Umrundung West-Mauis auf dem Kahekili Highway, der offiziell auch nicht befahren werden soll. Die Straße ist durchgängig geteert, aber über 8 Meilen ist sie nur einspurig und zum Teil sehr eng mit wenig Ausweichmöglichkeiten. In den Kurven sieht man nicht, ob einem jemand entgegenkommt. Eigentlich sollte man gegen den Uhrzeigersinn fahren, denn dann hat man die Küste auf seiner Seite und kann besser anhalten, d.h. aber auch man fährt direkt am Abgrund ohne Leitplanken. Auf der anderen Seite hat man manchmal Steinschläge. Es gab ein paar schöne Aussichten. Wir sahen im Nachmittagslicht herrlich rot leuchtende Felsen, konnten hier aber leider nicht anhalten, da wir auf der "falschen" Seite fuhren, sowie grüne Berge und das Meer. Das Wetter spielte mit, und wir beschlossen, noch ins Iao Valley zu fahren. Um 15.40 Uhr waren wir dort. Wir hatten Glück, dass die Iao Needle nicht wie so oft in Wolken hing. Wir liefen den kurzen Weg bis zum Lookout, passten die letzten Sonnenstrahlen ab, dann ging es zurück nach Kihei, wo wir bei Panda Express essen gingen. Bis zum Sonnenuntergang waren wir dann noch am Charley Young Beach.

Sonntag, 2.3.: Flug nach Kauai, Hanapepe
Gefahrene Meilen: 47
Wetter: vormittags bewölkt, nachmittags sonnig, 26 °C

Unser Flug nach Kauai ging erst nachmittags. Um 10.15 Uhr brachen wir auf. Wir kurvten noch ein bisschen durch Kahului, um 11 Uhr waren wir dann am Flughafen. Der Check-in bei Aloha dauerte 15 Minuten. Eigentlich waren wir wieder viel zu früh am Flughafen. Wir gingen noch im Self-Service Restaurant etwas essen, mit Blick aufs Rollfeld. Unser Flieger erschien erst 20 Minuten vor Abflug. Alle raus, die nächsten rein, dann startete der Flug wieder überpünktlich um 14 Uhr. Links sieht man die West Maui Mountains und den Haleakala sowie Lana'i, aber über Maui war es bewölkt, und es war sehr diesig. Rechts sieht man Molokai und Oahu mit Honolulu. Zwischendurch wechselte ich die Seiten. Der Flug dauert 40 Minuten. Nach der Ankunft mussten wir dann aber 20 Minuten aufs Gepäck warten. Die Abwicklung bei Alamo ging schnell. Es gab eine Choiceline für Midsize SUV mit den Modellen Saturn Vue und Pontiac Torrent. Wir wählten einen Saturn Vue in weiß mit 7600 Meilen auf dem Tacho. Um 15.30 Uhr fuhren wir los.
Wir hatten eine Ferienwohnung, in einem Haus, dass noch aus zwei weiteren Wohnungen besteht, reserviert. Es nennt sich "Hale Kua" und liegt zwischen Lawai und Kalaheo quasi mitten im Dschungel. Nachteil: Moskitos, und die Hähne die schon früh morgens krähen. Draußen gibt es auch einen Gasgrill, den wir abends öfters genutzt haben. Außerdem hatte man Strandstühle und zwei Boogie Boards zur Verfügung. In der Dämmerung und im Morgengrauen kann man dem Gezwitscher der Vögel lauschen. Gezahlt haben wir $120 pro Nacht plus Tax.

Am späten Nachmittag fuhren wir noch nach Hanapepe. Wir bogen Richtung Historic Town Center ab mit ein paar netten alten Häusern und schauten uns die schöne Swinging Bridge an. Dann gingen wir im Eleele Shopping Center bei Big Save einkaufen.

Montag, 3.3.: Waimea Canyon, Koke'e State Park, Na Pali Coast, Pihea Trail und Alakai Swamp Trail
Gefahrene Meilen: 97
Wetter: vormittags sonnig, nachmittags teilweise bewölkt, 26 °C

Um 7.45 Uhr machten wir uns bereits auf den Weg. Es ging wieder durch Hanapepe. Im nächsten Ort Waimea bogen wir hinter der Brücke über den Waimea River am Ortseingang rechts ab, dann wieder rechts in die Menehune Road bis zur Hängebrücke am Menehune Ditch. Um die frühe Uhrzeit lag sie jedoch noch größtenteils im Schatten, was auch spätnachmittags der Fall sein soll. Die Brücke ähnelt der in Hanapepe. Wir besorgten uns noch ein Sandwich für später bei Subway, dann bogen wir in den Waimea Canyon Drive ein. Bis zum letzten Aussichtspunkt sind es ca. 18 Meilen. An der Straße waren die ersten Aussichtspunkte auf den unteren Waimea Canyon, so früh am Morgen allerdings noch mit viel Gegenlicht. Wir hielten auch am Waimea Canyon Lookout (der schönste Blick in den Canyon) und am Puu Hinahina Lookout. Der Waimea Canyon nennt sich auch Grand Canyon of the Pacifc. Und Kauai ist wirklich Chicken's Paradise. An vielen Park- und Rastplätzen sowie Stränden begegneten wir wilden Hähnen und Hühnern, manchmal mit Küken!

Direkt an den Waimea Canyon State Park schließt sich der Koke'e State Park an (beide kostenlos). Wir hielten kurz am Info-Center im Koke'e Museum. Dann erreichten wir den einzigartigen Kalalau Lookout an der Na Pali Coast und das Ende der Straße am Puu o Kila Lookout. Wir schnürten unsere Wanderschuhe und um 10.15 Uhr starteten wir auf dem Pihea Trail. Die Luft war hier oben auf gut 1000 Meter Höhe recht kühl. Man läuft zunächst um das Tal herum, das man vom Kalalau Lookout sieht. Es ging bergab auf einem ausgewaschenen Lehmpfad, dann wieder bergauf immer am Canyonrand entlang, am Ende musste man sogar ein bisschen klettern. Auf den Abstecher zum Pihea Lookout haben wir verzichtet, da man laut der Dame an der Visitor Information und aufgrund der Aussage von Leuten, die wir am Abzweig getroffen haben, gut darauf versichten kann. Man soll keinen anderen oder schöneren Blick haben, als das, was man bereits vom Canyonrand gesehen hat.

Dann geht es wieder bergab, größtenteils über Holzstege mit etlichen meist flachen Stufen, aber man kommt gut voran. Der Weg verläuft durch einen Wald mit Ohia-Lehua-Bäumen, Farnen und Moosen. Bis zum Abzweig auf den Alakai Swamp Trail, der sich hier mit dem Pihea Trail kreuzt, liefen wir insgesamt 45 Minuten. Nun ging es nach links (Richtung Osten). Bald geht es über eine Vielzahl von Stufen bergab. Hier muss man nachher wieder hoch! Dann überquert man auf großen Steinen einen Bach, bevor es über einen lehmigen und teils verwurzelten Waldpfad wieder bergauf geht. Der letzte Abschnitt des Trails führt dann durch ein Sumpfgebiet. Sobald man die Holzstege hier erreicht hat, geht es wieder einfacher vorwärts. Eine halbe Stunde läuft man durch die Sümpfe, was sehr interessant ist. Gerade war noch herrlichster Sonnenschein, aber von einem Moment auf den anderen liefen wir durch Nebelschwaden. Immerhin befindet sich mit dem Mount Wai'ale'ale mit mehr als zwölf Metern Niederschlag pro Jahr einer der regenreichsten Punkte der Erde ganz in der Nähe (auch bekannt als "the wettest spot on earth"). Bis wir den Kilohana Lookout am Ende des Weges erreichten, hatten sich die Wolken zum Glück wieder verzogen, und es bot sich uns eine tolle Aussicht auf die Na Pali Küste mit dem Wainiha Valley und der Hanalei Bay. Nach einer guten Stunde ab dem Abzweig vom Pihea Trail waren wir um 12.30 Uhr dort. Leider war es sehr diesig, so dass man keine gute Fernsicht hatte. Trotzdem hatten wir Glück, denn der Aussichtspunkt soll oft in den Wolken liegen. Nach insgesamt 4 Stunden und 45 Minuten waren wir wieder zurück am Ausgangspunkt. Insgesamt waren es 9,6 Meilen. Moskitos hat man in der Höhenlage trotz des Sumpfes übrigens keine.

Wir hielten noch mal am Waimea Canyon Lookout. Jetzt am Nachmittag war das Licht besser, auch wenn es etwas grau war. Häufig liegt der Canyon wohl schon ab mittags im Nebel, also hatten wir wieder Glück. Über die Kokee Road (nicht so interessant wie der Waimea Canyon Drive) fuhren wir zurück nach Waimea, dann ging es weiter bis zum Polihale State Park. Ab Waimea braucht man etwa eine halbe Stunde. Das letzte Stück geht jedoch ein paar Meilen über eine lehmige und zum Teil mit spitzen Steinen aufgeschüttete Schotterstraße, die am Ende etwas sandig wird. Die Straße war jedoch trocken, und wir haben auch einige normale PKWs hier fahren sehen. Der Polihale Beach am Ende der Straße ist ein sehr schöner großer und recht einsamer Sandstrand mit hohen Felsen im Hintergrund. Hier beginnt die Na Pali Coast. Wer ein 4x4-Fahrzeug mit guten Reifen hat, kann auch auf den Strand fahren. Zum Schluss gingen wir noch mal im Big Save bei Hanapepe einkaufen. Um 18 Uhr waren wir zurück in unserer Wohnung, und zum Abendessen gab es gegrilltes Steak.

Dienstag, 4.3.: Na Pali Coast: Kalalau Trail, Schnorcheln am Ke'e Beach
Gefahrene Meilen: 99
Wetter: sonnig, spätnachmittags bewölkt, 28 °C

Der Parkplatz am Ke'e Beach soll ja immer schon früh voll sein. Trotzdem kamen wir heute erst um 8.15 Uhr weg. Wir wollten aber auch alle Haltepunkte auf der Fahrt zur Nordostküste erst mal weglassen und stoppten nur in Hanalei am Scenic Point mit Blick auf die Tarofelder und die Bergen dahinter (wunderschön) sowie am Subway, um uns mit einem Sandwich einzudecken. Hanalei scheint wirklich ein netter Ort zu sein. Insgesamt waren es 1,5 Stunden Fahrtzeit bis zum Ende der Straße, wo die Na Pali Coast beginnt. Um 10.10 Uhr war der relativ kleine Parkplatz am Ke'e Beach natürlich schon voll. Wir konnten aber auf den Parkplatz am Haena State Park ausweichen, das war nur 5 Minuten Fußweg weiter. Hier kommt man noch an einer Höhle vorbei, dem Waikanaloa Wet Cave wie ich vermute, dann starteten wir auf dem berühmten Kalalau Trail.

Der Hike wurde seinem Ruf gerecht. Es war sehr schön, mit tollen Aussichten auf die Küste und das blaue Meer, aber auch sehr voll. Der gesamte Küstentrail ist 11 Meilen lang, die man auch wieder zurücklaufen muss. Das geht nur als Übernachtungstrip mit Zelt (und Permit!). Wir liefen nur die ersten 2 Meilen bis zum Hanakapi'ai Beach. 120 Meter Steigung sind zu überwinden. Der Weg war recht anstrengend, da man ständig über Steine klettern musste. Erst kam ein steiler Anstieg, dann geht es irgendwann langsam zum Hanakapi'ai Beach herunter. 1 Stunde 15 Minuten brauchten wir bis zum Ziel. Auf dem Weg war es teils sonnig und heiß, teils schattig aber dann meist auch glitschig. Kurz vor dem steinigen Strand musste man noch auf großen Steinen einen Bachlauf überqueren. Hier war eine imposante Brandung. Es wurde aber auch davor gewarnt, zu nah ans Wasser zu gehen, damit man nicht unvorhergesehen weggespült wird! Auch soll es im Wasser gefährliche Strömungen geben. Trotzdem waren zwei todesmutige Schwimmer im Wasser! Die 1,9 Meilen pro Strecke zu den Hanakapi'ai Falls, wo man noch einen Abstecher hin machen kann, sind wir nicht mehr gelaufen, denn das wären noch mal insgesamt 2 Stunden gewesen; auch steckte uns noch die lange Wanderung vom Vortag in den Knochen.

Wir entschieden uns, den Nachmittag lieber noch mit Schnorcheln zu verbringen. Um 13.30 Uhr waren wir wieder zurück am Parkplatz, der inzwischen auch voll war. Inzwischen parkten die Leute schon verbotenerweise an der Straße. Wir holten unsere Badesachen und zogen uns in den Dixi-Klos am Strand um. Der Ke'e Beach ist ein schöner kleiner Sandstrand. Es war High Surf, aber da der Strand durch ein kleines Riff geschützt ist, konnte man noch recht problemlos Schnorcheln. Hier konnten wir einige schöne bunte Fische sehen, und zum ersten Mal sahen wir auch einen Humuhumunukunukuapua'a, den Staatsfisch von Hawaii! Mit einem wasserdichten Pflaster ging auch Volker wieder Schnorcheln.

Gegen 15.30 Uhr brachen wir wieder auf. Beim Safeway in Kapa'a gingen wir noch etwas zum Grillen einkaufen und bei Starbucks einen Kaffee trinken. In Lihue tankten wir noch einmal für $3,64 pro Gallone, und um 17.45 Uhr waren wir zurück in unserer Unterkunft, wo wir uns einen gemütlichen Abend machten.

Mittwoch, 5.3.: Heliflug über die Na Pali Coast, Schnorcheln am Salt Pond Beach Park und Lawai (Beach House) Beach, Spouting Horn, Shipwreck Beach, Koloa
Gefahrene Meilen: 41
Wetter: vormittags sonnig, nachmittags leicht bewölkt, 28 °C

Heute stand das große Highlight unserer Reise an: ein Hubschrauberflug über der Na Pali Coast! Wir hatten bereits von zuhause online gebucht mit Inter-Island Helicopters ab Port Allen. Die Flüge waren noch bis 24 Stunden vorher stornierbar, also war das Risiko insbesondere wegen des Wetters nicht allzu groß. Nach der Ankunft auf Kauai sollten wir uns noch einmal melden, um den Flug zu bestätigen. Für unseren gebuchten Flug am 4.3. um 8.15 Uhr fehlten noch zwei Passagiere. Nach ein paar Mal hin und her telefonieren konnten wir dann auf einen passenden Termin am Tag darauf umbuchen. Uns war sogar lieber, dass wir nun eine gute Stunde später fliegen konnten, um 9.35 Uhr, da ist es vom Licht doch etwas besser. Das beste Licht soll von 10 bis 15 Uhr sein, aber wir wollten früh morgens fliegen, um noch mehr vom Rest des Tages zu haben. Die Wettervorhersage war auch für die nächsten Tage noch gut, und vormittags soll man ja generell größere Chancen auf schönes Wetter haben. Check-in war eine halbe Stunde vorher. Es gab noch einen Film zu den Sicherheitsvorkehrungen. Lange Hosen und eine winddichte Jacke sollte man auch anziehen. Wertsachen mussten wir im Auto lassen, den Schlüssel haben wir eingesteckt, so dass man ihn nicht verlieren konnte. Wir hatten die 55minütige Grand Deluxe Island Tour ohne Türen gebucht, für $220 mit Tax pro Person. Vorteil: Es fliegen nur vier Personen mit und jeder hat einen Fensterplatz. Ohne Türen hat man keine Reflexion auf den Scheiben, wenn man fotografieren will. Vor dem Abflug wird man gewogen und dementsprechend werden die Plätze verteilt. Ich hatte das "Pech", vorne in der Mitte zu sitzen. Das war ganz schön eng, und zum Fotografieren musste ich mich ganz schön verrenken und hatte schon Sorge, dass es den Piloten stören könnte. Immerhin bot mein Mittelplatz einen tollen Panoramablick, und hier fühlte ich mich auch sicher. Volker saß vorne rechts außen am Abgrund. Für ihn war es in den Kurven wohl etwas komisch. Zum Anschnallen hatte man auch nur einen ganz einfachen Gurt wie im normalen Flugzeug. Wir hatten zuerst etwas Muffe vor dem Flug ohne Türen, aber dann war es nur noch genial!

Von Port Allen ging es direkt in den Waimea Canyon rein, dann an der Na Pali Küste entlang, wobei wir auch in das Nualolo Tal reingeflogen sind und über den Kalalau Beach, den Endpunkt des Kalalau Trails. Einen Wal konnten wir auch von oben sehen. Dann ging es über weitere Strände hinweg und ins Inselinnere. Man sah viele Wasserfälle, und wir konnten sogar in den regenreichsten Punkt der Erde, den Mount Wai'ale'ale, hineinfliegen, der wohl meistens in den Wolken hängt! Aus diesem Krater ist Kauai entstanden.

Nach dem Flug fuhren wir zum Salt Pond Beach gleich um die Ecke. Dies ist ein schöner Strand mit ein paar Palmen und somit Schattenplätzen, Sitzbänken, Toiletten. Das Schnorcheln war ok, rechts oder links an den Felsen vorbei, aber man sah nicht soo viele Fische, und von dort, wo wir saßen, musste man ein ganzes Stück rauspaddeln. Zum Mittagessen fuhren wir zum Kalaheo Coffee Co. & Café, nicht weit von unserer Unterkunft. Um 12.30 Uhr war es fast voll. Für zwei Burger und Pepsis zahlten wir $24 ohne Tip. Das Essen war gut. Anschließend gab es noch einen leckeren Kaffee.

Anschließend fuhren wir Richtung Poipu zum Spouting Horn. Am Ende der Lawai Road befindet sich ein großer Parkplatz. Das Blasloch war wirklich beeindruckend. Auch einen Wal konnte man weiter draußen springen sehen. Zwischen dem Kuhio Prince Hotel und dem Lawai Beach Resort befindet sich ein kleiner Strand, der Lawai Beach bzw. Beach House Beach. Facilities sind hier nur "basic": eine Toilette ohne Türen! Aber vor dem Beach House Restaurant gibt es eine schöne Liegewiese. Hier gingen wir noch einmal Schnorcheln, und es war super. Der Einstieg war etwas schwierig aufgrund größerer Steine, aber das Wasser war klar; ich sah viele tolle, bunte Fische, einen Humuhumunukunukuapua'a, mehrere Seegurken, kleine gefleckte Kugelfische, schmale lange Fische, die direkt unter der Wasseroberfläche schwammen und ein paar größere, ca. 1 Meter lange Fische.
Danach fuhren wir noch am Poipu Beach vorbei zum Shipwreck Beach hinter dem Grand Hyatt Hotel, wo man sehr schön Surfer beobachten konnte. Schnell wurde es uns hier jedoch zu heiß. Wir fuhren weiter Richtung Historic Koloa Town und gönnten uns dort ein Eis bei Lappert's Icecream. Sehr gut mit großer Auswahl, aber auch teuer: $13,30 für 2 Cones mit jeweils 2 Scoops. Der Originalladen steht in Hanapepe. Um 17 Uhr fuhren wir zurück in unsere Unterkunft.

Donnerstag, 6.3.: Kokee State Park: Nualolo Trail, Nualolo Cliff Trail und Awaawapuhi Trail
Gefahrene Meilen: 61
Wetter: bewölkt, spätnachmittags sonnig, 18 °C

Nachdem wir die Wanderungen Pihea Trail/Alakai Swamp Trail von der Länge her und den Sliding Sands Trail bis zum Ka Lu'u o Ka O'o Krater von der Höhe her so gut gemeistert hatten, wollten wir uns nun doch an den Loop Trail bestehend aus Nualolo Trail, Nualolo Cliff Trail und Awaawapuhi Trail wagen. Die letzten 1,6 Meilen geht es auf der Straße zurück. Das sind insgesamt ca. 11 Meilen.

Wir fuhren also wieder hoch zum Kokee State Park und hatten Glück, dass die Visitor Information am Kokee Museum gerade aufmachte (eigentlich sollte sie erst um 10 Uhr öffnen). Hier erkundigten wir uns noch mal nach der Wanderung. Laut Auskunft dort sollte der Trail in "6 hours at a very moderate pace" zu schaffen sein. Das Auto ließen wir auf dem Parkplatz. Um 9.30 Uhr liefen wir los. Der Trailhead befindet sich am Milemarker 15/16 kurz vor dem Parkplatz. Es ging größtenteils bergab, der Weg war gut zu gehen. Die ersten 2 Meilen ging es nur durch Wald, dann wird die Vegetation offener und man hat die ersten Ausblicke auf das Meer tief unten. Hier lief man nur noch auf Lehmboden, zum Teil in tiefen Rinnen, bei Regen sicher unpassierbar! Irgendwann kommt man dann zu einem Schild, wo es links zu einer Anaki Hunter Route geht, unser Trail geht aber rechts weiter. Dann folgt noch ein sehr steiler Abstieg. Nach 1,5 Stunden und 3,4 Meilen hatten wir den Abzweig zum Nualolo Cliff Trail erreicht. Nun geht es erst mal nach links über eine an den Seiten steil abfallende Passage zum Lolo Vista Aussichtspunkt (0,5 Meilen), den man schon sehen kann. Von hier schaut man in den Nualolo Talkessel hinein, den wir am Vortag durchflogen sind. Man sieht hier auch einen Hubschrauber nach dem anderen hineinfliegen. Wir sahen sogar "uns selbst". Am Ende des Weges hat man auf dem gesamten Trail den einzigen Blick über die gesamte Na Pali Küste. Sehr eindrucksvoll, nur leider hatten wir diesmal schlechtes Fotowetter, denn es war bewölkt. Aber immerhin war es dafür nicht so heiß auf der Wanderung.

Weiter ging es nun nach rechts auf dem Nualolo Cliff Trail, wo man auf dem ersten Stück eine sehr exponierte Stelle überwinden muss, vor der auch durch Schilder gewarnt wird. Wenn man hier ausrutscht, geht es abwärts! Dann ging es durch mannshohe Gräser, wo man den Weg schon mal suchen musste, durch etwas Gebüsch und wieder durch Wald. Es waren 2,1 Meilen (1 Stunde) bis zum Abzweig zum nächsten Aussichtspunkt am Ende des Awaawapuhi Trails (0,3 Meilen). Hier wurden wir mal wieder von einem Hahn erwartet. Der Blick ins Tal war hier auch sehr schön, aber den Aussichtspunkt am Ende des Nualolo Trails fanden wir doch um einiges imposanter.

Anschließend ging es 3,1 Meilen auf dem Awaawapuhi Trail wieder stetig nach oben. Hier hat man eigentlich keine schönen Ausblicke auf die Küste mehr, denn der Weg verschwindet direkt wieder im Wald. Dafür ist der Anstieg hier nur moderat, der Nualolo Trail war um einiges steiler, trotzdem sind immerhin 465 Höhenmeter zu überwinden. Die vorletzten 0,5 Meilen haben es aber noch einmal in sich. Nach 1,5 Stunden ist es geschafft, und wir erreichen den Parkplatz am Trailhead (MM 17). Nun sind es noch mal 30 Minuten über die Straße zurück bis zur Kokee Lodge. Um 16 Uhr waren wir nach 6,5 Stunden wieder am Auto. Fazit des Trails: die Aussichten auf die Täler der Na Pali Küste sind toll, aber man muss schon ganz schön weit gehen, um dorthin zu kommen. War aber gut zu schaffen; erst den letzten Abschnitt wieder bergauf empfanden wir als anstrengend, aber wir hatten ja schon mit einigen Wanderungen hierauf hingearbeitet. Das letzte Stück leicht bergab auf der Straße war zwar wieder einfacher zu gehen, aber es zog sich noch. Kaum waren wir heute morgen bei strahlend blauem Himmel losgegangen, zogen auf halber Höhe Wolken auf. Dies blieb dann eine weitgehend dichte Wolkendecke. Nachdem wir die Straße wieder erreicht hatten, liefen wir noch kurz durch Nebelfelder, aber auch die Sonne kam wieder durch.

Je weiter wir ins Tal zurückfuhren, desto sonniger wurde es. Wir hielten noch mal an zwei Aussichtspunkten an der Straße und am Captain Cook Denkmal am Highway 50 im Zentrum von Waimea. Hier waren wir schon dreimal vorbeigefahren, ohne es zu sehen. Dann ging es wieder zum Big Save in Hanapepe zum Einkaufen fürs Abendessen. Wieder mal gegrilltes Steak.

Freitag, 7.3.: Wailua Falls, Opaekaa Falls, Kilauea Lighthouse & Wildlife Refuge, Schnorcheln am Anini Beach und Poipu Beach
Gefahrene Meilen: 115
Wetter: leicht bewölkt, 27 °C

Eigentlich war die ganze Woche für Freitag Regen angesagt. Dies wäre dann unser einziger Regen in diesem Urlaub gewesen. Aber gestern hat sich die Regenvorhersage wieder auf den Beginn der nächsten Woche verschoben. Also konnten wir noch einen herrlichen Tag genießen. Es war der leider letzte, der uns voll zur Verfügung stand.

Um 8.45 Uhr fuhren wir los. In der morgendlichen Rush Hour ging es an Lihue vorbei. Nach 30 Minuten hatten wir die Wailua Falls erreicht, am Ende einer 4 Meilen langen Stichstraße. Dieser 25m hohe Doppelwasserfall lag sehr schön im Sonnenlicht. Dann ging es zurück auf den Highway 56 und kurz vor Wailua bogen wir nach links ab zu den Opaekaa Falls. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite hat man einen Blick auf den Wailua River und das Kamokila Village, ein restauriertes hawaiianisches Dorf. Hier kann man auch Bootstouren zur Fern Grotto machen oder Kanus mieten. Wir hatten noch von einem Aussichtspunkt gelesen und fuhren noch 5,1 Meilen weiter bis zum Keahua Arboretum, dann daran vorbei, durch eine Furt hindurch und noch 1,5 Meilen weiter über eine teils holperige Dirt Road mit noch mal 1-2 Furten. Hier hatte man dann einen Blick auf die Berge, aber ein besonderer Aussichtspunkt war es eigentlich nicht.

Um 11 Uhr waren wir wieder zurück auf der 56. Im Foodland von Kapa'a besorgten wir uns frisch zubereitete Sandwiches für $5,50 pro Stück (gleicher Preis wie verpackt, aber 10x besser). Vor Princeville ging es an einer Tankstelle (hier tankten wir noch mal nach für $3,73 pro Gallone) zum Kilauea Lighthouse & Wildlife Refuge. Gegen 12 Uhr waren wir dort. Vom Aussichtspunkt vor der Einfahrt hat man schon einen schönen Blick auf den Leuchtturm, und wir sahen Wale und Albatrosse und sogar einen Seehund (Monk Seal), der sich unten in der Bucht sonnte. Dann fuhren wir ins Wildlife Refuge hinein. Der Eintritt beträgt $5,50 pro Person, es gilt aber auch der Nationalparkpass. Hier sahen wir jede Menge Vögel in der Luft (u.a. Laysan Albatross, Red-footed Booby, Red-tailed Tropicbird, Great Frigate Bird,...), und endlich ein paar Nene, die hawaiianischen Gänse, die am Rand des Geländes herumliefen! Auch eine große Gruppe von Delfinen konnten wir von weitem erkennen.

Kurz vor 13 Uhr fuhren wir weiter, zum Anini Beach. Dies ist eine schöne, ruhige Bucht, geschützt durch ein Korallenriff, mit klarem Wasser, die ein exzellenter Schnorchelspot sein soll. Ich fand das Schnorcheln hier allerdings enttäuschend, denn ich musste ziemlich weit raus schwimmen, bevor ich die ersten Fische gesehen habe, und die musste man dann auch noch ziemlich suchen. Dafür habe ich gleich mehrere Humuhumunukunukuapua'a gesehen, und einen dicken Kugelfisch.

Kurz nach 14 Uhr machten wir uns auf den Rückweg und fuhren durch den Tree Tunnel nach Poipu. Bei Starbucks im Poipu Shopping Village genehmigten wir uns gegen 15.30 Uhr erst mal einen Kaffee. Auf der Freiluftbühne im Shopping Village soll jeden Dienstag und Donnerstag um 17 Uhr eine kostenlose Polynesian Show stattfinden. Dann ging's zum Poipu Beach. Das Wasser ist hier ziemlich flach, teilweise felsig, aber klar, und man sieht schöne bunte Fische, meine Ausbeute diesmal: u.a. mehrere kleine Kugelfische und ein Humuhumunukunukuapua'a.

Gegen 17.30 Uhr gingen wir dann zu Brennecke's Beach Broiler, direkt am Strand gelegen. Wir bekamen noch einen der letzten Tische am offenen Fenster mit schönem Blick auf den Strand. Der Name täuscht, es war ein etwas teureres Restaurant. Die Hauptgerichte lagen zwischen $25 und $35, wobei der frische Fisch noch zu den günstigsten Gerichten gehörte. Da schlugen wir dann auch zu: Mahimahi/Dorade und Opah/Moonfish mit frischem Gemüse und Mashed Potatoes oder Reis und Salad Bar inklusive. Zwei leckere anti-alkoholische Cocktails mussten es dann auch noch mal sein. Gezahlt haben wir $67 plus Tip. War jedenfalls sehr gut. Rechtzeitig zum Sonnenuntergang waren wir fertig, also schnell raus, und ein paar Fotos machen...

Samstag, 8.3.: Schnorcheln am Poipu Beach, Flug nach Honolulu
Gefahrene Meilen: 38
Wetter: leicht bewölkt, 27 °C
Übernachtung: Ohana Honolulu Airport Hotel, Honolulu

Leider konnten wir kein spätes Auschecken aushandeln, denn am gleichen Tag sollten schon die nächsten Gäste für unsere Wohnung kommen. Also mussten wir uns an die vorgegebene Auscheckzeit 12 Uhr halten. Da unser Flieger nach Honolulu erst um 16:35 Uhr gehen sollte, wollten wir den Tag aber nicht ungenutzt verstreichen lassen. Also fuhren wir um kurz vor 8 Uhr noch mal zum Schnorcheln an den Poipu Beach. Diesmal nahmen wir uns den rechten Strandabschnitt vor, ohne Lifeguard. Dort wiederum auf der linken Seite befindet sich ein kleines Riff, und man sieht viele bunte Fische, wie im Aquarium: gestreifte kleine Kugelfische, Humuhumunukunukuapua'as, Stabfische, eine rote Meeresschnecke, ein ganzer Fischschwarm... Auch einige Surfer waren wieder unterwegs. Um 10.30 Uhr machten wir uns dann auf den Rückweg. 15 Minuten brauchten wir bis zu unserer Wohnung. Unterwegs machten wir noch ein Surffoto an der Hawaiian Trading Post in Lawai (an der Kreuzung zwischen Koloa Road und dem Highway 50).

Dann brachen wir zeitig auf. Wir fuhren noch nach Macy's im Kuhio Shopping Center und zum Menehue Fishpond Overlook (muss man nicht gesehen haben) und zum Wal-Mart. Um 14.30 Uhr waren wir bei Alamo fertig. Mit dem Shuttle ging's zum Airport. Check-in bei Aloha, Security und kurz vor 15 Uhr saßen wir bereits bei Starbucks mit Blick aufs Rollfeld. Da sehen wir doch auf einmal unsere Koffer unten vorbeifahren?! Die werden doch nicht schon mit dem Flieger um 15.10 Uhr mitgehen?? Uns hat man leider nicht mehr auf diese Maschine gesetzt, wahrscheinlich wäre es etwas knapp geworden. Jedenfalls soll das Gepäck doch eigentlich immer mit den Passagieren zusammen fliegen...

Unser Flieger kam um kurz vor 16 Uhr an. 16.15 Uhr war Boarden. Bereits 10 Minuten vor der Zeit wurde die Maschine aufs Rollfeld geschoben. Abflug war um 16.30 Uhr. Wir saßen diesmal rechts. Das Flugzeug war nicht ganz zu zwei Dritteln voll. Beim Abflug sieht man auf der rechten Seite die Berge an Kauais Südküste und kurz die Berge vom Mainland, dann sieht man erst wieder beim Landeanflug auf Oahu was: Industrie und Häuser am Strand. Nach der Landung hat man einen Blick auf den Diamond Head und die Hochhäuser von Honolulu. Sollte man auf der linken Seite sitzen, sieht man bei Kauai wahrscheinlich nur das Meer, von Oahu aber die Nord- und Westküste. 20 Minuten nach Abflug landeten wir bereits in Honolulu. Unsere Koffer waren tatsächlich schon da!

Wir liefen zu den Telefonen am Gepäckband und riefen unser Hotel an. Der Hotel-Shuttle-Bus kam 15 Minuten später. Ein Trinkgeld von $1 pro Gepäckstück wurde erwartet. Es gibt zwei Airport Hotels in Honolulu: das Best Western und das Ohana. Der Preis war der gleiche, das Ohana hatte bessere Kritiken. Gezahlt haben wir $139 plus Tax. Unser Zimmer mit Blick auf den Pool hatte zwei Betten, eine Kaffeemaschine, Mikrowelle, einen Minifridge. Wir waren zufrieden. Das Hotel hat einen kleinen Laden und ein Restaurant, aber an verschiedenen Wochentagen wird zum Dinner auf das Schwesternhotel Best Western verwiesen. Ein Shuttle-Service wird angeboten. In 10 Minuten hätte man wohl auch laufen können. Wir liefen 5 Minuten um die Ecke zu einer kleinen Geschäftspassage. Hier befinden sich ein paar Imbisse (Chinesisch, Pizza), ein Starbucks und ein kleiner Laden. Wir kehrten beim Chinesen ein und holten noch ein paar Getränke im Laden. Continental Breakfast wurde im Hotel ab 6.30 Uhr angeboten, aber unser Flug war bereits für 7 Uhr vorgesehen.

In der Zeitung lasen wir vom Lava Flow, der vor drei Tagen wieder das Meer erreicht hat. Heute wurde die neue Viewing Area bei Kalapana eröffnet. Seit Juni 2007 war der Lavafluss unterbrochen. Immerhin hatten wir noch Glück mit unseren Aloha-Flügen, denn Ende März musste Aloha den Konkurrenzkampf gegen die neue Airline go! aufgeben, die mit Dumpingpreisen operierte, nach 61 Jahren! Am 31.3. fand der letzte Aloha-Flug statt.

Sonntag, 9.3./Montag, 10.3.: Flug Honolulu - Los Angeles - München - Düsseldorf
Geflogene Kilometer: 14.225
Wetter: teilweise bewölkt

Um 4 Uhr klingelte der Wecker. Wir checkten aus und nahmen den Shuttle-Service zum Flughafen um 5 Uhr (jede halbe Stunde). Um 5.15 Uhr waren wir am Flughafen. Beim Electronic Check-in bei United bekamen wir diesmal alle Bordpässe doch das Gepäck musste separat gemacht werden. Die reservierten Sitzplätze in den LH-Maschinen von LA nach München und von München nach Düsseldorf waren drin. Für den United-Flug von Honolulu nach LA bekamen wir auch noch gute Plätze in der 2er Reihe am Fenster rechts. Der Sitzabstand war ok. Nach dem Boarden konnte man rechts den Sonnenaufgang hinter den Bergen über Honolulu sehen. Pünktlich um 7 Uhr rollten wir auf die Startbahn. Nach dem Abflug war links Honolulu zu sehen, rechts schauten aus dem Wolkenmeer der Haleakala, der Mauna Loa und der Mauna Kea hervor. Der Service bestand aus einem Keks und einem Starbucks-Koffee plus Wasser. Für $5 hätte man noch eine Snack-Mahlzeit kaufen können. Als Bordunterhaltung wurde "Alvin and the Chipmunks" gezeigt. Darauf konnten wir verzichten. Die Flugzeit betrug 5 Stunden.

Kurz vor dem amerikanischen Festland sahen wir unter uns noch ein paar Inseln. Dann beschrieb die Maschine beim Landeanflug einen großen Bogen, um den Flughafen vom Landesinneren aus anzufliegen. Somit hatten wir auf der rechten Seite noch einen schönen Blick auf LA Downtown und Hollywood. Man konnte sogar das Hollywood-Schild erkennen! Um 15.20 Uhr landeten wir in LA. Dann fanden wir erst mal keine Info zum Tom Bradley International Terminal (TBIT), wo unser Weiterflug mit Lufthansa starten sollte. Erst hinter der Gepäckabfertigung (zu der wir ja gar nicht mussten, da das Gepäck durchgecheckt war) befand sich ein Hinweis auf den LAX Shuttle zu den verschiedenen Terminals. Letztendlich stiegen wir am richtigen Terminal aus. Beim Mexikaner haben wir noch schnell etwas gegessen.

Um 17.30 Uhr ging es weiter. Vom Service bei der LH waren wir sehr angetan. Es gab Zeitungen, und vor allem In-Seat Entertainment, d.h. jeder Sitz hatte seinen eigenen Monitor, und man konnte zwischen ca. 8 ziemlich aktuellen Filmen wählen und die Startzeit selbst bestimmen. So brauchte ich gar nicht erst versuchen zu schlafen. Ich sah mir "Bourne Ultimatum", "Abbitte/Atonement", "Michael Clayton", "Das Vermächtnis des geheimen Buches/National Treasure: The Book of Secrets" und "Verwünscht/Enchanted" an. Zum Essen gab es noch kostenlos Bier oder Wein dazu, und anschließend sogar einen Baileys oder Weinbrand! Ansonsten ging ständig jemand mit Wasser oder Orangensaft durch die Reihen.

Am nächsten Tag landeten wir pünktlich um 12.50 Uhr in München (0.50 Uhr nach hawaiianischer Zeit). Wir beeilten uns, um unseren Anschlussflug nach Düsseldorf um 13.25 Uhr zu erreichen. Obwohl München für diese knappen Anschlussflüge vorgesehen ist, hatten wir noch einen weiten Weg, aber die Passkontrolle war gut besetzt, so waren wir schnell durch. Als wir dann am Gate ankamen, mussten wir feststellen, dass die Maschine 50 Minuten Verspätung hatte! Da hätten wir uns gar nicht so beeilen brauchen. Wegen starker Windböen hatte die Maschine schon in Brüssel Verspätung. Auch in Düsseldorf durften die Flugzeuge nur in größeren Abständen landen. 1,5 Stunden nach dem geplanten Abflug flogen wir letztendlich los. Die Landung war ganz schön schaukelig. Um 16 Uhr Ortszeit sind wir in Düsseldorf, das macht 6 Uhr morgens nach hawaiianischer Zeit. Mit der S-Bahn hatten wir auch noch Pech, da einige Züge wegen Streik ausfielen. Um 17 Uhr sind wir schließlich zuhause, und wieder einmal geht ein schöner Urlaub zuende...

Copyright © Katja Maue